Virtueller Fitnesscoach für Paraplegiker: Mitwirkende gesucht

Ein Verbundprojekt will einen Fitnesstracker und Trainings-Apps speziell für Paraplegiker entwickeln. Die Smartphone-App soll mit einem Sensorshirt interagieren, das zusätzlich Vitalparameter misst und in Echtzeit an die App überträgt.

Ein Sensorshirt soll mit der App kommunizieren und so helfen, das individuelle Workout zu optimieren.

Das Unternehmen KERNWERK® entwickelt zusammen mit der Deutschen Sporthochschule Köln, dem Fraunhofer IAIS und der ITP GmbH einen virtuellen Fitnesscoach. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung – siehe auch (externer Link) Projektseite des Ministeriums.

Der interaktive Fitnesscoach für querschnittgelähmte Menschen soll, unterstützt durch Sensorik am Körper, ein umfassendes Trainingsangebot speziell für Menschen mit einer Querschnittlähmung darstellen, so schildert es das Unternehmen im Projekt-Flyer.  Geplant ist eine  Smartphone-App, die täglich ein umfassendes Workout, speziell für Paraplegiker anbietet. Dieses wird anhand eines Algorithmus auf die individuellen körperlichen Einschränkungen, die Leistungsfähigkeit und das Equipment des Nutzers angepasst. Unterstützt werde dies durch das Tragen eines Sensorshirts, durch welches zusätzlich Vitalparameter gemessen und in Echtzeit integriert werden. So soll das Training den spezifischen Stärken und Schwächen angepasst werden, „ganz ohne die Anschaffung teuren Spezialequipments“, so der Flyer zum Projekt.

Um die App optimal an die Zielgruppe anpassen zu können, bittet das Projekt um aktive Mithilfe und hat eine Online-Umfrage gestartet. Bis 22.02.2021 können Paraplegiker dort ihre Erfahrungen mit Fitness hinterlegen und ihre Anforderungen an eine App formulieren. Zur Umfrage geht es (externer Link) hier.

Das Verbundprojekt will eine Lücke schließen: Fitnesstracker und Trainings-Apps würden zwar immer beliebter, seien bisher jedoch bislang nicht für Menschen mit körperlicher Einschränkung nutzbar. Dabei würde gerade diese Personengruppe, so der Flyer,  von der Möglichkeit des eigenständigen Trainings profitieren. Folgeerkrankungen könnten vermieden und Autonomie und Selbstvertrauen gefördert werden.

Wie wichtig ist Sport bei Querschnittlähmung? Dieser Frage gehen unter anderem die Beiträge  Stefan Lange über Sport und Gesundheit bei Querschnittlähmung und Sporttherapie in der Rehabilitation von Querschnittgelähmten nach.