Starte Deinen Weg in den Parasport

Eine neue Website des Deutscher Behindertensportverband (DBS) e. V. soll angehenden Sportlern mit Behinderung helfen „ihren“ Sport für sich zu entdecken.

Beispiel für Top-Erfolge im Parasprot: Para Leichtathletik Europameisterschaft 2018 in Berlin

Die Sportarten, die es auf www.parasport.de zu entdecken gibt, sind:

  • Para-Gewichtheben
  • Para-Reiten
  • Rollstuhlfechten
  • Para-Bogenschießen
  • Para-Rudern
  • Para-Kanu
  • Para-Badminton
  • Para-Schwimmen
  • Para-Leichtathletik
  • Para-Sportschießen
  • Para-Taekwondo
  • Rollstuhlbasketball
  • Para-Boccia
  • Blindenfußball
  • Rollstuhltennis
  • Para-Judo
  • Rollstuhlrugby
  • Para-Radsport
  • Para-Tischtennis
  • Sitzvolleyball
  • Goalball
  • Para-Triathlon

Beim Klick auf das entsprechende Icon wird der Leser zu einer ausführlichen Beschreibung des gewählten Sports geführt. Man erfährt, wie der Sport ausgeübt ist, für welche Menschen er geeignet ist und wie er sich vom „Fußgänger“-Sport unterscheidet.

Beispiel Rollstuhltennis

„Die Dynamik der Sportart erfordert ein gutes Reaktionsvermögen, Schnelligkeit und ausgeprägte koordinative Fähigkeiten, um die Bewegung mit dem Rollstuhl und das Schlagen des Balles gleichzeitig ausführen zu können. Ausgeübt werden kann es von Sportler*innen mit körperlicher Behinderung, die zu einer erheblichen Funktionseinschränkung einer oder beider Beine führt. Rollstuhltennis wird somit vorwiegend von Menschen mit Querschnittlähmung, Amputationen sowie schweren Knie- oder Fußverletzungen ausgeübt.

Im Vergleich mit dem Fußgängertennis wurde die Anzahl der Bodenkontakte des Balles angepasst. So darf dieser im Rollstuhltennis zweimal aufspringen. Das erste Mal muss der Ball im regulären Feld aufkommen, beim zweiten Mal darf er auch außerhalb des Feldes landen. Rollstuhltennis können Spieler*innen mit einer Beeinträchtigung der Bewegungsfähigkeit ausüben.“

Nach diesen Erläuterungen kann der Nutzer einen Ansprechpartner zum Landesverband in seiner Region finden. Man wählt dazu ein Bundesland aus und findet nach Orten gelistete Ansprechpartner. Witzigerweise wird an erster Stelle Baden genannt. Nicht Baden-Württemberg. Was augenzwinkernd darauf schließen lässt, dass in der Redaktion von www.parasport.de keine Schwaben vertreten sind.

Die Vorbilder

Eine weitere Kategorie sind die „Vorbilder“. Hier werden Sportler vorgestellt, die in einer der gelisteten Disziplinen erfolgreich sind. Sie erzählen, was ihr Sport für sie bedeutet.

Beispiel Andrea Eskau: Aus Liebe zur Abwechslung

„Da ich sowohl im Sommer als auch im Winter gern in der Natur bin, betreibe ich Sommer- und Wintersport. Im Sommer fahre ich Handbike (Paracycling) und im Winter mache ich Skilanglauf und Biathlon (Para Ski nordisch). Ich mag beide Sportarten sehr gern und liebe die Abwechslung.

Ich hatte 1998 einen Fahrradunfall und sitze seit dieser Zeit im Rollstuhl. Ich habe schon als junger Mensch viele Sportarten betrieben und habe auch Wettkämpfe bestritten. Nach dem Unfall habe ich eher zufällig mit dem Handbikesport begonnen, da ich mit meinem Behindertenbegleithund größere Touren absolvieren wollte. Ich bin dann in die Nationalmannschaft Paracycling berufen worden und habe relativ schnell gute Erfolge erzielen können. Durch andere Sportler*innen habe ich dann auch von der Möglichkeit des Wintersports erfahren und mich auch in diesen Sportarten ausprobiert. Ich halte es für spannend, verschiedenste Sportarten kennenzulernen und sich nicht sofort festzulegen.“

Sportbegeistert ohne Grenzen

Die Macher verstehen sich als Gemeinschaft – als Gruppe von Sportbegeisterten ohne Grenzen. Sie fordern angehende Parasportler auf: „Werde Teil unserer Para Sport-Community und lege die Weichen für deine Zukunft im Behindertensport.“ Die schön gestaltete und wirklich informative Website macht es Interessierten einfach diesem Aufruf nachzukommen.

Siehe: www.parasport.de