Broschüre: Tipps für die Pflegebegutachtung bei Erwachsenen

Der Sozialverband VdK Deutschland e. V. hat eine Broschüre zum Thema Pflegegutachten herausgegeben. Betroffene finden Informationen und Tipps dazu, wie Pflegegutachten funktionieren und was dabei beachtet werden muss.

Die Pflegeversicherung sichert das Risiko der Pflegebedürftigkeit (nicht vollständig, aber zu einem gewissen Teil) ab. Leistungen gibt es als Geld- und Sachleistungen. Wie hoch sie sind, richtet sich nach Selbständigkeit und verbleibenden Fähigkeiten des Einzelnen in sechs grundlegenden Lebensbereichen. Doch der Weg, den man gehen muss, um diese Leistungen (siehe: Leistungen bei Pflegebedürftigkeit) zu erhalten, kann zu Anfang steinig und kompliziert erscheinen. Mit der Publikation des VdKs können Unsicherheiten hinsichtlich Antragsstellung, Pflegegutachten (siehe: Pflegegutachten und Gutachterbesuch) und Pflegegraden (siehe: Pflegegrade: Ein Überblick) ausgeräumt werden.

Der VdK schreibt: „Viele Menschen und ihre Angehörigen sind verunsichert, wenn sie zum ersten Mal über Pflegebedürftigkeit nachdenken und einen Antrag bei der Pflegekasse stellen. Mit unserer Broschüre wollen wir Verunsicherungen abbauen und Antworten auf die wichtigsten Fragen geben. Zum Beispiel: Wann bin ich/wann ist mein Angehöriger pflegebedürftig? Was muss ich tun, damit die Pflegebedürftigkeit festgestellt wird? Was geschieht bei der Pflegebegutachtung? Welche Leistungen der Pflegeversicherung kann ich als pflegebedürftiger Mensch in Anspruch nehmen?“

Auf diese und weitere Fragen, will die kostenlose Broschüre „Pflegebedürftig? Tipps für die Pflegebegutachtung bei Erwachsenen“ Antworten geben.

Aus dem Inhalt

  • Antrag auf Leistungen der Pflegeversicherung
    • Wie werden Leistungen der Pflegeversicherung beantragt?
    • Was passiert nach der Antragstellung?
    • Welche Möglichkeiten gibt es, wenn der Antrag abgelehnt oder ein zu niedriger Pflegegrad festgesetzt wurde?
  • Tipps für die Pflegebegutachtung
    • Ort und Teilnehmer der Begutachtung
    • Was fragt der MDK?
    • Was sollte beachtet werden?
  • Selbsteinschätzungsbogen
    • Modul 1: Mobilität
    • Modul 2: Kognitive und kommunikative Fähigkeiten
    • Modul 3: Verhaltensweisen und psychische Problemlagen
    • Modul 4: Selbstversorgung
    • Modul 5: Bewältigung von und selbstständiger Umgang mit krankheits- und therapiebedingten Anforderungen und Belastungen
    • Modul 6: Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte
  • Bestimmung des Pflegegrades

Vor allem der ausführliche Teil zur Selbsteinschätzung kann für Betroffene und Pflegende sehr hilfreich sein. Sich vor dem Besuch des Gutachters selbst darüber klar zu werden, wie es um die eigene Situation bestellt ist, hilft Klarheit zu schaffen, über das, was zu erwarten ist. Dabei finden sich verschiedene hilfreiche Tipps, wie z. B. zu Modul 4: „Sollte Ihnen die Abgrenzung zwischen überwiegend selbstständig und überwiegend unselbstständig schwerfallen, versuchen Sie für sich bei der Einschätzung einfach, eine 50-Prozent-Grenze zu ziehen. Das bedeutet, wenn der Anteil, den Sie selbstständig durchführen können, über 50 Prozent liegt, sollten Sie überwiegend selbstständig ankreuzen. Liegt er unter dieser Grenze, kreuzen Sie überwiegend unselbstständig an.“

So kann praxisorientiert vorgegangen werden und der Gutachterbesuch hält keine Überraschungen.

Die Broschüre

  • Pflegebedürftig? Tipps für die Pflegebegutachtung bei Erwachsenen
  • Von: VdK
  • Seiten: 28

Zum kostenlosen pfd Download geht es hier.

Über den VdK

Der Sozialverband VdK Deutschland e. V. ist der größte Sozialverband in Deutschland: 1950 unter dem Namen „Verband der Kriegsbeschädigten, Kriegshinterbliebenen und Sozialrentner Deutschland“ gegründet, versteht sich der VDK heute als Instanz für soziale Gerechtigkeit und Gleichstellung. Er vertritt fast zwei Millionen Menschen in ihren politischen, rechtlichen und gesellschaftlichen Anliegen und ist damit der größte Sozialverband Deutschlands.

www.vdk.de und www.vdktv.de