Teilhabebericht 2021

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat den dritten Teilhabebericht der Bundesregierung über die Lebenslagen von Menschen mit Beeinträchtigungen veröffentlicht. Im Teilhabebericht wird der Frage nachgegangen, wie Menschen mit Beeinträchtigungen in ihrer sozialen Teilhabe gefördert oder beeinträchtigt werden.

Der Bericht zeigt, wie sich die Teilhabe von Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen unterscheidet und welche Entwicklungen im Zeitlauf zu beobachten sind.

Dem Bericht nach ist die Arbeitslosenquote von Menschen mit anerkannter Schwerbehinderung von 2015 bis 2019 um 13 Prozent gesunken. Die Wahlbeteiligung von Menschen mit Behinderungen ist von 78,2 Prozent im Jahr 2013 auf 84,2 Prozent im Jahr 2017 gestiegen. Außerdem leben mehr Menschen als zuvor in ambulant betreuten Wohnformen.

Der Bericht zeigt jedoch auch Nachholbedarf bei der Inklusion auf. So ist die soziale Teilhabe von Menschen mit Behinderungen nach wie vor eingeschränkt. 33 Prozent der Menschen mit Beeinträchtigungen leben allein, bei Menschen ohne Beeinträchtigungen beträgt dieser Anteil lediglich 18 Prozent. Einsam fühlen sich 33 Prozent der Menschen mit Beeinträchtigungen; bei Menschen ohne Beeinträchtigungen sind dies nur 16 Prozent. Nicht zuletzt stehen bei der Bildung und Ausbildung von Menschen mit Behinderungen nach wie vor wichtige Inklusionsfortschritte aus.

Der Teilhabebericht erschien 2013 zum ersten Mal und muss seitdem einmal in jeder Wahlperiode veröffentlicht werden.

Zum vollständigen Teilhabebericht geht es hier.