Diese Tees können bei Blähungen helfen

Verdauungsstörungen können ein wiederkehrendes Problem für Menschen mit Querschnittlähmung sein, und gehen oft mit Blähungen einher, die sehr belastend sein können. Mit Kräutertees kann man u. U. gegensteuern.  

Blähungen entstehen, wenn bei der Verdauung vermehrt Gase im Darm produziert werden. Können die Gase nicht entweichen, verursachen sie Bauchschmerzen, Druck- und Völlegefühl.

Zu Blähungen kann es bei Querschnittlähmung aus verschiedenen Gründen kommen: Ernährungsbedingte Blähungen, verstopfungsbedingte Blähungen, Blähungen aufgrund von Medikamenten und andere Ursachen, wie eine veränderte Darmflora oder eine Abnahme der Bauchmuskulatur. Für weitere Informationen hierzu siehe: Sechs Wege zur Vermeidung von Blähungen bei Querschnittlähmung.

Maßnahmen zur Vermeidung von Blähungen sind u. a. die Identifizierung von etwaigen Nahrungsmittelunverträglichkeiten, das gründliche Kauen der Nahrung und das Reduzieren von Stress. Zudem sollte man Lebensmittel meiden, von denen man weiß, dass sie Blähungen verursachen. Zu mehr Informationen hierzu siehe: Acht Lebensmittel, die Blähungen verursachen können.

(Kräuter-) Tees, die bei Blähungen helfen können

Um Blähungen zu reduzieren, können verschiedene Kräuter einzeln oder kombiniert eingesetzt werden.

  • Das Dreamteam: Anis, Kümmel und Fenchel
    Die Fenchel, Anis und Kümmel werden traditionell einzeln oder als Kombination bei funktionellen Magen-Darm-Beschwerden eingesetzt. Sie wirken krampflösend, blähungstreibend, verdauungsfördernd und appetitanregend. Auch fördern die enthaltenen ätherischen Öle die Durchblutung der Magen-Darm-Schleimhaut und regen den Gallenfluss an.
    Für einen Tee werden sie zu gleichen Teilen gemischt. Einen Teelöffel der Mischung in einer Tasse mit kochendem Wasser übergießen, mind. acht Minuten ziehen lassen und schluckweise trinken.
  • Ingwer
    Die ätherischen Öle des Ingwers (Gingerole) fördern die Durchblutung und die Bildung von Gallensaft. Als Tee kann er gegen Übelkeit sowie bei Blähungen und Bauchkrämpfen helfen. Siehe: Ingwer – Wohltuende Schärfe und GIMZ für Verdauung und Fettverbrennung.
  • Kombucha
    Kombucha ist ein Gärgetränk, das durch Fermentierung von gesüßtem Tee mit dem sog. Kombuchapilz hergestellt wird. Es enthält wichtige Vitamine und Mineralien und kann positiven Einfluss auf die Verdauung nehmen. Vor allem in der Kombination mit Ingwer solle es gegen Blähungen helfen. Siehe: Kombucha bei Verdauungsbeschwerden.
  • Kurkuma
    Das in Kurkuma vorkommende Curcumin hat entzündungshemmende Eigenschaften, doch auch für die Verdauung kann Gelbwurz wohltuend sein; u. a. soll sie krampflösend bei Blähungen wirken. Siehe: Kurkuma – Gelbwurz für die Darmgesundheit.
  • Melisse
    Die geschmacklich angenehme Melisse (auch: Zitronenmelisse) soll nicht nur beruhigend aufs Gemüt wirken (siehe auch: Tees bei Schlafstörungen) sondern auch auf den Darm. Ihrer krampflösenden und entspannenden Inhaltsstoffe können Blähungen reduzieren. Zudem freut sich der Darm auch über Inhaltstoffe der Melisse, die die Schleimhaut schützen und entzündungshemmend wirken können.
  • Pfefferminz
    Flavonoide in Pfefferminze sollen die Aktivität von Mastzellen im Darm hemmen können, die im Darm vorkommen und manchmal zu Blähungen beitragen. Zudem soll Pfefferminze den Darm entspannen und Darmkämpfe lindern können. Blähungen und damit verbundene Schmerzen werden dadurch reduziert.
  • Salbei
    Salbei wird nicht nur eine antiseptische, entzündungshemmende Wirkung zugeschrieben. Seine Bitterstoffe sollen auch bei Magen-Darm-Beschwerden wie Völlegefühl und auch Blähungen helfen. Sie regen die Produktion von Verdauungssäften an, sodass fettreiches, schweres Essen leichter verdaut und so Blähungen vorgebeugt werden kann.
  • Schafgarbe
    Traditionell wird Schafgarbe bei Blähungen, Krämpfen oder auch bei Verstopfungen eingesetzt, da ihre Bitterstoffe die Tätigkeit von Galle, Leber, Magen und Bauchspeicheldrüse anregen und beruhigend wirken können. 
  • Wermut
    Wermut fördert mit seinem bitteren Geschmack die Freisetzung von Verdauungssäften, was dazu beitragen kann, Blähungen zu verringern. Der Tee aus den Wermutblättern ist gewöhnungsbedürftig und wird deshalb oft mit anderen, lieblicheren Kräutern gemischt. Wermut ist auch ein Bestandteil von Magenbitter.
  • Zimt
    Zimt hat aufgrund des enthaltenen ätherischen Öls Eugenol eine desinfizierende Wirkung. Zudem regt ein Tee aus Zimtrinde die Darmtätigkeit and und kann gegen Völlegefühl und Blähungen helfen. Siehe hierzu: Zimt bei Verdauungsbeschwerden.

Tees aus den genannten Kräutern werden, wenn nicht anders angegeben, aus den getrockneten Pflanzenteilen (gibt es z. B. in der Apotheke) zubereitet, indem man zwei Teelöffel davon mit kochendem Wasser übergießt und ca. zehn Minuten ziehen lässt. Drei bis vier Tassen am Tag wirken wohltuend bei Beschwerden.

Für mehr Informationen zu Ernährung und Verdauung bei Querschnittlähmung siehe: Kategorie Darm und Kategorie Ernährung.


Dieser Text wurde mit größter Sorgfalt recherchiert und nach bestem Wissen und Gewissen geschrieben. Die genannten Produkte, Therapien oder Mittel stellen keine Empfehlung der Redaktion dar und ersetzen in keinem Fall eine Beratung oder fachliche Prüfung des Einzelfalls durch Fachspezialisten wie z. B. Ärzte oder Apotheker.