Geschwollene Beine: Diese Kräuter können bei Ödemen helfen

Vor allem bei heißen Temperaturen neigen manche Menschen (mit und ohne Querschnittlähmung) zu Wassereinlagerungen in den Beinen. Verschiedene Kräuter können, z. B. als Tee genossen, eingesetzt werden, um dem Problem zu begegnen.

Zu Wasserablagerungen in den Extremitäten (Ödeme) kann es bei Querschnittlähmung aus verschiedenen Gründen kommen (siehe: Ödeme bei Querschnittlähmung). Folgen können Spannungsgefühl oder ggf. Schmerz im betroffenen Bereich und eine verminderte Beweglichkeit der betroffenen Gelenke sein. Ebenfalls kenn es zu einer verminderten Durchblutung, Infektionen, Zellgewebsentzündungen oder verschlechterte Elastizität der Blutgefäße kommen, und auch die Haut ist an den betroffenen Stellen anfälliger für Komplikationen, wie z. B. Dekubitus. 

Im Beitrag Ödemtherapie bei Querschnittlähmung wird die traditionelle Behandlung bei Inaktivitätsödemen beschrieben und Maßnahmen zur Prophylaxe aufgezeigt. Es gibt aber auch alternative Methoden, die erfolgreich bei der Vermeidung und/oder Behandlung von Ödemen eingesetzt werden können (siehe: Alternative Methoden zur Behandlung von Ödemen). In der Pflanzenheilkunde kennt man verschiedene Kräuter, die entwässernd wirken und überschüssiges Gewebewasser in den Zellzwischenräumen abtransportieren können sollen.

Kräuter gegen Ödeme

  • Birkenblätter
    In der Naturheilkunde werden Birkenblätter traditionell gegen Ödeme eingesetzt. Sie regen den Hautstoffwechsel an, weshalb sie in Finnland oft beim Saunabaden verwendet werden. Ihre Hauptinhaltstoffe sind ätherische Öle, Gerb- und Bitterstoffe, Vitamin C, Harz, Saponine, Flavone und Triterpene. Birkenblätter wirken nicht nur entwässernd, sondern auch entzündungshemmend und schmerzlindernd.
  • Brennnessel
    Brennnesselblätter wirken stark aquaretisch, d. h. sie sind zwar harntreibend, die gleichzeitige Ausscheidung von Elektrolyten wird allerdings nicht gefördert. Zudem wirkt Brennnessel entzündungshemmend.
  • Löwenzahn
    Auch Löwenzahn (Blätter, Kraut und Wurzeln) wirkt entwässernd und steigert die Harnbildung. Die Pflanze ist besonders reich an Kalium, liefert aber auch andere Mineralien wie z. B. Magnesium. Darüber hinaus wirkt Löwenzahn antioxidativ.
  • Petersilie
    Petersilie hat eine harntreibende Wirkung und kann helfen überschüssige Flüssigkeit aus dem Körper zu entfernen. Dadurch werden Schwellungen und Schmerzen verringert und zusätzlich die Reabsorption von Natrium und Kalium verhindert.
  • Zinnkraut (auch: Ackerschachtelhalm)
    Mit Kieselsäure und Flavinoiden hilft Zinnkraut gegen Wassereinlagerungen, da diese Inhaltsstoffe stabilisierend auf die Gewebe wirken und diese infolge verbesserter Elastizität größere Mengen Wasser speichern können.

Die Blätter dieser können als Tee (getrocknet) oder Pflanzensaft (frisch) getrunken oder im Fall von jungen Brennnesseln oder jungem Löwenzahn im Salat oder als Spinatgemüse gegessen werden.

Für eine Tasse Tee wird ein Teelöffel des ausgewählten Krautes mit einem viertel Liter kochendem Wasser übergossen. Die Ziehzeit sollte 10 bis 15 Minuten betragen.

Vorsicht!

Entwässernde Tees oder auch Wassertabletten (Antidiuretika) haben je nach Stärke einen Effekt auf Blutdruck und Verdauung. Der Blutdruck kann sich erhöhen, wenn zu wenig getrunken wird. Auch kann es bei Einnahme von wasserbindenden Ballaststoffen hilfreich sein, ein Glas Wasser zusätzlich unmittelbar vor der Einnahme der Ballaststoffe zu trinken. So gelangt etwas Flüssigkeit in den Darm, so dass der Stuhl nicht austrocknet.

Wegen der entwässernden Wirkung ist auch bei Herz- und/oder Nierenerkrankungen eine Rücksprache mit dem Arzt von entscheidender Wichtigkeit.


Dieser Text wurde mit größter Sorgfalt recherchiert und nach bestem Wissen und Gewissen geschrieben. Die genannten Produkte, Therapien oder Mittel stellen keine Empfehlung der Redaktion dar und ersetzen in keinem Fall eine Beratung oder fachliche Prüfung des Einzelfalls durch Fachspezialisten wie z. B. Ärzte oder Apotheker.