PApp – Der Medikamentenplaner auf dem Smartphone

Wenn man viele verschiedene Medikamente einnehmen muss, kann es schwer sein, den Überblick zu behalten. Die App Papp soll dabei helfen,rezeptpflichtige und nicht-rezeptpflichtige Medikamente und deren Dosierung zu verwalten. Und das für mehrere Familienmitglieder.

Wie im Beitrag Darauf haben Patienten Anspruch: Wechselwirkungs-Check von Medikamenten und Medikamentenplan beschrieben, kann es für Menschen mit Querschnittlähmung sinnvoll sein, einen Medikamentenplan zu erstellen oder erstellen zu lassen, um einen Überblick über (verordnete) Arzneimittel und Nahrungsergänzungsmittel und mögliche Wechselwirkungen zu behalten. Die Vergleichbarkeit für Ärzte verschiedener Fachrichtungen wird zu vereinfacht und auch für den Betroffenen selbst kann die Medikamenteneinnahme so übersichtlicher gestaltet werden. Dabei helfen kann z. B. eine App.

PApp – Die Patientenapp

Mit der kostenlosen App „PApp – Die Patientenapp“ können Patienten ihren bundeseinheitlichen Medikationsplan in ihr Smartphone einlesen und aktualisieren. Funktionen sind u. a.:

  • Hinzufügen von rezeptpflichtigen und nicht-rezeptpflichtigen Medikamenten,
  • Änderung der Dosierungsangabe oder Pausieren bestehender Medikamente,
  • Hinzufügen weiterer Angaben wie Grund oder Hinweise.

Mehr als ein Profil möglich

Mit PApp kann man auch die Pläne von Angehörigen verwalten, indem man weitere Profile anlegen. Einmal angelegt, lässt sich der Plan mit vorhandener Selbstmedikation aktualisieren und anschließend neu ausdrucken, um auch Angehörigen beim nächsten Arztbesuch eine aktualisierte Version mitzugeben.

Versand aktualisierte Pläne in digitaler Form

  • Auf dem Display des Smartphones kann der aktualisierte 2D-Barcode angezeigt werden. Dieser kann dann durch andere Geräte eingescannt werden, beispielsweise bei Ärzten oder Apothekern.
  • Die App ermöglicht den Versand der aktualisierten Pläne als PDF an eine vom Nutzer hinterlegte E-Mail-Adresse, z. B. zum erneuten Ausdruck auf Papier. Der Versand kann verschlüsselt durchgeführt werden.

PApp ist kostenfrei für Android- und iOS-Geräte in den jeweiligen Playstores verfügbar. Die Macher antworten hier FAQ – PApp -Die Patientenapp (rwth-aachen.de) auf häufig gestellte Fragen.

Link zur App im Google Play Store
Link zur App im Apple App Store

Erfahrungen zu PApp

Ein Der-Querschnitt.de Leser ist von der App begeistert und teilt seine Erfahrungen:

„Ich bin seit 37 Jahren querschnittgelähmt (Tetraplegie nach Badeunfall) und muss mehrere Medikamente jeden Tag zu mir nehmen.

Früher habe ich meinen Medikamentenplan immer in Form einer Excel Tabelle erstellt, bis ich vor einigen Monaten zufällig die PApp entdeckt habe. Ich war sofort absolut begeistert von der App, mit der sich in kürzester Zeit ein Medikament Plan erstellen lässt.

Am Anfang muss man einmal sein Profil erstellen in dem man seine persönlichen Daten wie Name, Vorname, Geburtsdatum, Adresse, Geschlecht, Größe, Gewicht und E-Mail-Adressen eingibt. Danach kann es auch schon los gehen in dem man seine Medikamente eingibt, was man entweder über die Eingabe der PZN Nummer oder über den in der App enthalten Barcode Scanner machen kann.

Was ich aus eigener Erfahrung sagen kann sehr gut funktioniert. Nach Eingabe der Medikamente kann man dann für jedes einzelne die Einstellung wählen, ob vom Arzt verordnet oder Selbstmedikation, und man muss eingeben wie viel von dem entsprechenden Medikamente man morgens, mittags, abends oder nachts einnimmt.

Außerdem kann man den Plan als PDF-DATEI ansehen und aus der App heraus ausdrucken kann. Und auch ein neues Rezept kann man einfach über die App anfordern, einfach aus der App heraus als E-Mail an den Arzt. Ich persönlich lade mir die PDF-DATEI herunter und verschicke sie über meinen E-Mail Account per Fax an meine Hausarztpraxis. Sollte man mal aus irgendeinem Grund plötzlich ins Krankenhaus müssen und hat aber keinen ausgedruckten Medikamentenplan zur Hand hat man ihn dennoch jeder Zeit auf seinem Handy dabei. Ich bin von der App restlos begeistert.“