Barrierefreiheit ist kein Nischenthema: Teilnehmende des Gipfels in Berlin fordern deutliche Verbesserungen im ÖPNV und Fernverkehr

Egal ob in ihrer Mobilität oder sensorisch eingeschränkt: Betroffene Menschen müssen in die Planung und Umsetzung der Barrierefreiheit im Nah- und Fernverkehr aktiv einbezogen und angehört werden.

Das ist das zentrale Ergebnis eines Gipfels in Berlin, bei dem in verschiedenen Workshops ein Positionspapier mit konkreten Forderungen erarbeitet wurde.

Fast 40 Verbände und Organisationen folgten der Einladung der Fördergemeinschaft der Querschnittgelähmten e.V. (FGQ) am 06. September 2021, um für mehr Barrierefreiheit im Nah- und Fernverkehr zu kämpfen. Mobilität ist der Schlüssel zur Teilhabe in unserer Gesellschaft. Das Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (UN-BRK) wurde am 30. März 2007 von der Bundesrepublik Deutschland ratifiziert. Dieses sieht die vollständige Barrierefreiheit als Voraussetzung für eine uneingeschränkte Teilhabe, auch bei öffentlichen Transportmitteln, vor. Weiterhin sieht das Personenbeförderungsgesetz die Erreichung einer vollständigen Barrierefreiheit bei der Nutzung des ÖPNVs zum 01.01.2022 vor.

Da dieses Ziel absehbar deutlich verfehlt wird, sprachen sich alle Teilnehmenden des Gipfels dafür aus, mehr Druck auf
Entscheidungsträger auszuüben, um endlich voranzukommen. Schließlich sind ca. 30 % der Bevölkerung durch körperliche Einschränkungen, Alter oder ihre Familiensituation unmittelbar auf eine Barrierefreiheit angewiesen.

Das erarbeitete Positionspapier wurde an die Vertreter der Bundestagsfraktionen übergeben und wird in den nächsten Tagen an weitere Ansprecher im Verkehrsministerium und im Vorstand der Deutschen Bahn überreicht.

Zum Positionspapier geht es hier.