Astronauten mit körperlicher Behinderung

Zum ersten Mal suchte die Europäische Weltraumorganisation ESA nach potenziellen Astronautinnen und Astronauten mit körperlicher Behinderung.

Die ESA suchte generell nach neuem Weltraumpersonal. Mehr als 22 000 Personen reagierten auf die entsprechende Stellenausschreibungen der ESA (bei der letzten Ausschreibung dieser Art im Jahr 2008 lag die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber nur bei 8413). Darunter mehr als 200 Personen, die sich auf die neu ausgeschriebene Stelle für eine Astronautin oder einen Astronauten mit einer körperlichen Behinderung bewarben. Mit dieser neu geschaffenen Stelle will die ESA herausfinden, welche Anpassungen nötig sind, damit Menschen mit einer Körperbehinderung als professionelle Besatzungsmitglieder auf einer zukünftigen Weltraummission arbeiten können.

ESA-Generaldirektor Josef Aschbacher betonte in einer Pressemeldung, dass die Weltraumorganisation mit ihrer Einstellungskampagne ein breites Spektrum an Bewerberinnen und Bewerbern zu gewinnen suche. Er freue sich auf die Herausforderung, die am besten geeigneten Kandidaten für Europa auszuwählen: „Die Einrichtung einer Reserve sowie die Auswahl von vier Astronautinnen und Astronauten in Festanstellung und einer Astronautin oder einem Astronaut mit einer körperlichen Behinderung bietet mehr Möglichkeiten als je zuvor. Allerdings gibt es, wie die ersten Zahlen zeigen, noch immer eine große Konkurrenz um diese begehrten Rollen im Weltraum.“

Ende 2022 soll nach einem eineinhalbjährigen Auswahlprozess bekannt gegeben werden, für welche Bewerber und Bewerberinnen die ESA sich entschieden hat.

Die ganze Pressemeldung und weiterführende Informationen auf den Seiten der ESA: Breites Spektrum an Bewerbungen für die Auswahl neuer Astronautinnen und Astronauten der ESA.