Kurzportraits: Querschnittgelähmte Menschen, „die täglich Vorbild sind“

Die Schweizer Paraplegiker-Stiftung (SPS) zeichnet jedes Jahr zwei «Querschnittgelähmte des Jahres» aus, die in ihrem Leben Großartiges geleistet haben. Sie seien wichtige Vorbilder für andere Betroffene und beeindrucken mit ihren Lebensgeschichten.  

Positive Impulse für andere Para- und Tetraplegiker: Die „Querschnittgelähmten des Jahres“

Seit Anfang der 90er Jahre würdigt die Stiftung jedes Jahr zwei außergewöhnliche querschnittgelähmte Menschen : „Die beiden Geehrten stehen stellvertretend für alle Querschnittgelähmten, die täglich Vorbild sind und uns immer wieder aufzeigen, wie wertvoll unser Leben ist“, formulierte es Heidi Hanselmann, Präsidentin der SPS, bei der Ehrung 2020/2021. Einige der Impulsgeber im Kurzportrait:

Galina Gladkova-Hoffmann: Die ehemalige Tänzerin führt ihre eigene Ballett-Schule (2021)

Seit einem Reitunfall 1995 ist die gebürtige Kanadierin Galina Gladkova-Hoffmann querschnittgelähmt. Ihre Leidenschaft fürs Tanzen ließ sie sich durch den Unfall nicht nehmen. Bald nach dem folgenschweren Unfall realisierte sie, dass sich Tanzen und Querschnittlähmung nicht gegenseitig ausschließen müssen und arbeitet seither weiter als Choreographin und Tanzlehrerin. 2006 gründete die Tetraplegikerin ihre eigene „Basel Dance Academy“ und leitet diese noch heute (Stand: September 2021) als Direktorin und Choreographin. Zudem unterrichtet sie dort selbst  Ballett- und Tanzklassen.

Karl Emmenegger: Vom Spitzensportler zum Treiber der beruflichen Wiedereingliederung (2021)

Ein Autounfall Mitte 20 veränderte das Leben des damaligen Spitzenhandballers schlagartig. Seit 43 Jahren sitzt der großgewachsene Paraplegiker im Rollstuhl. Ehrlich, offen und transparent geht er mit seinem Schicksal um. Er begleitete mit seiner kommunikativen Art unzählige Querschnittgelähmte auf dem Weg zurück ins Leben. Er setzte sich seit Baubeginn des Schweizer Paraplegiker-Zentrums 1990 für die berufliche Wiederintegration von Menschen mit Querschnittlähmung ein und leitete u.a. „ParaWork“, eine Abteilung des Schweizer Paraplegiker-Zentrums, die Menschen mit Querschnittlähmung bei der Wiederintegration ins Berufsleben unterstützt.

Ursula Schwaller: Lebenslust und Inklusion (2019)

Durch einen Sportunfall wurde die damals 26-Jährige zur Paraplegikerin. Ihre Lebensfreude hat sie trotz des folgenschweren Unfalls nicht verloren. Noch während der Rehabilitation in Nottwil wurde der ihr klar, dass sie ihre sportliche Zukunft auf dem Handbike verbringen wird. Schnell war Ursula Schwaller bei den Besten und wurde in die Nationalmannschaft berufen. Höhepunkt ihrer Spitzensport-Karriere waren die Weltmeisterschaften von 2009 bis 2011 mit insgesamt sechs Goldmedaillen im Zeitfahren und Straßenrennen. Ebenso zu den Highlights gehörten die Teilnahmen an den Paralympischen Spielen in Peking und London. Die Inklusion lebe Ursula Schwaller nicht nur als Sportlerin, sondern auch beruflich: Sie ist als Architektin tätig und damit regelmäßig auf Baustellen anzutreffen. Gesellschaftlich engagiert sie sich beispielsweise für rollstuhlgängige Züge und bekleidet das Vize-Präsidium der Stiftung „Denk an mich“.

Peter Lude:  Zweifacher Preisträger des Ludwig-Guttmann-Preises (2019)

Wenige Tage vor seinem 20. Geburtstag führte ein Kopfsprung ins Meer bei dem aktiven Schwimmsportler und Rettungsschwimmer zu einer Tetraplegie. Im Paraplegiker-Zentrum in Basel wurde er nicht nur dazu motiviert, seine Matura nachzuholen und Selbständigkeit zu erlangen, er lernte auch seine zukünftige Frau Yvonne kennen. Die beiden wurden ein einzigartiges Team, studierten Klinische Psychologie, Sozialpsychologie und Psychopathologie, beide mit einer eigenen Dissertation abschlossen. Für diese beiden Doktorarbeiten wurde das Ehepaar im Jahre 2004 mit dem Sir Ludwig Guttmann-Preis der Deutschsprachigen Medizinischen Gesellschaft für Paraplegie (DMGP) ausgezeichnet – Lude ist sogar zweifacher Träger dieses Preises. Seit 1998 arbeitet Peter Lude in seiner eigenen Praxis für Psychotherapie und engagiert sich politisch.

Manuela Leemann: Engagiert sich für Chancengleichheit (2018)

Seit einem Sportunfall 1997 ist Manuela Leemann Tetraplegikerin. Schon in der Reha kämpfte die damals 16-Jährige mit aller Kraft gegen die Abhängigkeit und versuchte auch schulisch den Anschluss nicht zu verpassen – mit Erfolg. Neben einer beeindruckenden beruflichen Laufbahn engagiert sie sich u.a. als Politikerin.

Max Jung: Entwickelt eigene Rollstühle und Hilfsmittel (2018) 

Max Jung war ein erfolgreicher Turner. Seit einem Trainingsunfall im Jahr 1968 ist er querschnittgelähmt. Lange Zeit musste der junge Mann im Gips und später im Korsett verbringen. Im Korsett beendete er die Lehre zum Feinmechaniker. Letztlich wurde er beruflich integriert, aber in der Behindertenwerkstatt fühlte sich Max Jung nie aufgehoben. Das führte dazu, dass er sich im Frühjahr 1978 selbständig machte. Sein Ideenreichtum im eigenen Geschäft eröffneten dem Thuner neue Dimensionen der Lebensqualität. Wenn er schon mehr und mehr ein Leben im Rollstuhl verbringen musste, weil sich die Lähmungserscheinungen weiter nach oben in die Wirbelsäule drängten, dann sollten diese qualitativ besser werden. Max Jung begann eigene Rollstühle zu bauen und entwickelte weitere Hilfsmittel wie einen Duschrollstuhl, einen Sitzneigestuhl, ein Handkurbelgerät oder Spezialbremsen.

François Planche: Setzt sich für die Integration von Menschen mit einer Behinderung ein (2017)

Im Spanienurlaub 1978 stürzte François Planche von seinem geliebten Motocross. Da die Ärzte vor Ort nicht genau wussten, wie man mit einer Tetraplegie richtig umgeht, setzte sich der Vater von François Planche dafür ein, dass sein Sohn schnell nach Genf verlegt wurde. Nach neun langen Monaten in der Rehabilitation hieß es, sich neu zu orientieren: statt eines Architekturstudiums folgte das Psychologiestudium und statt Motocross war Rollstuhlrugby angesagt. Zudem engagiert sich François Planche in zahlreichen Organisationen und ist z.B. unermüdlich für die Gleichstellung und Integration von Menschen mit einer Behinderung unterwegs. Sehr aktiv war François Planche beispielsweise bei Pro Infirmis Genf, der Ethikkommission «Aigues Vertes», den Stiftungen Clair Bois und Foyer Handicap. Von 2008 bis 2015 leitete er den Verein Handicap «Architecture et Urbanisme», der sich für eine für alle zugängliche gebaute Umgebung einsetzt.

Ruedi Weber: Lässt sich von Wünschen, Hoffnungen und Zielen nicht abbringen (2017)

Ruedi Weber verunglückte beim Dachdecken. Nur sechs Wochen vor dem Unfall war er Vater von Thomas geworden. Eine große Motivation, den harten Weg der Rehabilitation auf sich zu nehmen. Der Bündner, der sich von Wünschen, Hoffnungen und Zielen nicht einfach so abbringen lässt, verfolgte seine berufliche Karriere im elterlichen Baugeschäft. Zwar gehörten zu Beginn Ängste, Respekt und ein Vortasten an seine Möglichkeiten zum neuen Alltag. Aber oft galt es einfach, Umwege und Herausforderung anzunehmen, um die richtige Entscheidung auch mal zu erzwingen. Ruedi Weber war vor seinem Unfall ein begeisterter Sportler und wollte auch hier wieder Anschluss finden: Der Langlaufschlitten wurde sein bevorzugtes Sportgerät. Zwischen 1994 und 2006 nahm er viermal an paralympischen Spielen teil und gewann 2002 in Salt Lake City die Goldmedaille im Biathlon. Erfolge feierte er auch an Welt- und Europameisterschaften

Rosa Zaugg: Mit viel Einsatz und Geduld Wege für Betroffene geebnet (2016)

Ein Sturz vom Gerüst verlieh dem Leben der 19-jährigen Bernerin 1975 eine drastische Wendung. Nach der Rehabilitation beendete sie erfolgreich ihre Lehre als Malerin. Daneben engagierte sie sich schon bald in der gesamten Schweiz für die SPS und mobilisierte zusammen mit anderen Betroffenen bei öffentlichen Auftritten Gönner für die Stiftung. Sport war für Rosa bereits früh ein wichtiger Ausgleich. Dieser steckte noch in den Anfängen; so wog ein Rollstuhl durchschnittlich 34 kg! Motiviert durch Rollstuhlsportler wie Heinz Frei, Franz Nietlispach oder Rainer Küschall nahm sie zwischen 1980 und 1992 viermal an paralympischen Spielen teil. Beim ersten Mal noch in der Kategorie Rollstuhl-Slalom, wechselte sie danach außerordentlich erfolgreich in die Kategorie Tischtennis. Unermüdlich war und ist Rosa Zauggs Engagement weit über den sportlichen Rahmen hinaus. So hat sie am ersten Hotelführer für Rollstuhlfahrer mitgearbeitet, sich für die erste rollstuhlgängige Sauna in der Schweiz eingesetzt.

Marcel Hug: Botschafter für das Selbstverständnis einer jungen Generation von Sportlern (2016)

Seit Jahrzehnten ist er sportlich aktiv, dabei ist Marcel Hug erst Mitte 30! Als jüngster von vier Buben auf einem Bauernhof in Pfyn aufgewachsen, gehörte er von klein auf immer mit dazu – stets mit Rollstuhl wegen seiner Spina bifida. Als erster Rollstuhlfahrer besuchte Marcel Hug die Sportschule Kreuzlingen, wo er den Sport und die Ausbildung zum Kaufmann perfekt in Einklang bringen konnte. Mit gerade 18 Jahren holte Marcel Hug an den Paralympics in Athen 2004 eine Silber- und eine Bronzemedaille – und im Nachgang den Titel als Nachwuchssportler des Jahres. 2010 entschied sich der Ostschweizer, ganz auf den Sport zu setzen und startete seine Profikarriere. Nach zwei Silbermedaillen an den paralympischen Spielen in London erkämpfte sich Marcel Hug schließlich in Rio Gold über 800m sowie in der Königsdisziplin, dem Marathon.

Alois Arnold: Mit kämpferischer Sportler-Mentalität auf einen langen Leidensweg (2015)

Beruflich und sportlich erfolgreich, ein glückliches Familienleben: für Arnold schien das Laben perfekt. Bis der Gemeindeschreiber im Alter von  33 Jahren die Erfahrung machen musste, dass die eigene Gesundheit keine Selbstverständlichkeit ist. Ein enger Wirbelkanal und ein Bandscheibenvorfall im Halsbereich haben sein Rückenmark geschädigt und damit die Funktionstüchtigkeit von Armen und Beinen zunehmend eingeschränkt. Es war ein langer Leidensweg mit mehrfachen chirurgischen Eingriffen und wiederholten Spitalaufenthalten. Die zunehmenden Lähmungen führten zur Tetraplegie. „Es ist bewundernswert und vorbildlich, wie er seine Aufgabe als Gemeindeschreiber über 42 Jahre lang erfüllt hat – trotz Behinderung und Verunsicherung durch die vom Rückenmark ausgehenden gesundheitlichen Störungen», heißt es in der Laudation durch Guido A. Zäch. Sichtlich gerührt nahm Alois Arnold seine Ehrenurkunde entgegen: „Dies ist eine wertvolle Anerkennung meiner Arbeit, die ich trotz körperlicher Einschränkung für die Allgemeinheit leisten durfte. Ich widme diese Auszeichnung allen Helferinnen und Helfern, die mich während der schwierigen Lebensphase unterstützt haben.“

Jean-Louis Page: Tausendsassa für die Integration von Querschnittgelähmten (2015)

Jean-Louis Page ist ein Macher. Einer, der sich schon immer auf die Lösung und nicht auf das Problem konzentrierte. Da die Bus- und Zugfahrt zu seinem Arbeitsplatz ihm zu umständlich war, organisierte er eine Mitfahrgelegenheit im Auto eines Freundes. Auf der Heimfahrt am Tag vor Weihnachten 1966 verunglückt der Wagen auf vereister Fahrbahn. „Ich hörte jemanden schreien, dass wir ihn schnell rausziehen müssen, da das Auto in Flammen stehe“, schildert Jean-Louis Page seine ersten Erinnerungen nach dem Unfall. Sie sprachen von ihm. Im Kantonsspital Fribourg erfuhr er dann, dass er ab dem 7. Brustwirbel komplett querschnittgelähmt war. Kaum war der große erste Schock verdaut, schaute Jean-Louis Page wieder nach vorne, suchte neue Ziele. Nach seiner Rehabilitation begann er mit der Umschulung zum Kaufmann sowie Programmierer und begann bald darauf auch mit der Wiederaufnahme seiner Arbeit; zuerst 50%, anschließend 100%. Bereits 1969 begann er mit dem Aufbau einer sportlichen Struktur für Menschen mit Querschnittlähmung in seinem Kanton und gründete und leitete zahlreiche Organisationen.

Jean-Louis Page war jedoch nicht nur treibende Kraft auf organisatorischen Ebenen, sondern auch selbst sportlich aktiv und erfolgreich.

Monika Geesing-Beck: Powerfrau im Rollstuhl (2014)

Im Januar 1983 endete ein geselliger Abend auf der Heimfahrt für die 17-Jährige in einer Tragödie. Schon bald nach Rehabilitationsende begann sie, Basketball zu spielen. Außerdem nahm sie die Lehre zur Elektronikmonteurin in Angriff. Amors Pfeil traf Monika Beck 1993, als ein gewichthebender Rollstuhl-Sportkollege ihr seinen Trainer Pete Geesing vorstellte. Ein Jahr später zogen die beiden in ihr Eigenheim und heirateten im darauffolgenden Jahr. Das gemeinsame Glück wurde sogar noch übertroffen: Monika Geesing-Beck wurde schwanger – und schenkte 1998 den Zwillingsbuben Kenny und Roy das Leben.

Die zierliche Frau ist nicht nur eine willensstarke, sondern auch sehr positiv eingestellte Persönlichkeit. Dies hat ihr vermutlich auch dabei geholfen, 2009 den zusätzlichen Schock der Brustkrebsdiagnose zu überwinden und weiter positiv in die Zukunft zu schauen.

Monika Geesing-Beck arbeitet kontinuierlich an ihren Herausforderungen, welche das Leben im Rollstuhl täglich beinhaltet. Sportlich ist sie immer noch aktiv im Rollstuhlclub.


Hansruedi Fitze: Kämpfer mit hohen Zielen (2014)

Bei einem Sturz aus sieben Metern Höhe brach sich der damals 41-jährige Dachdecker den sechsten Halswirbel. Seit diesem verhängnisvollen Tag im Oktober 1992 ist Hansruedi Fitze Tetraplegiker und muss lernen, sein Leben neu zu gestalten. Er wird seine Frau Inge nicht mehr wie früher in die Arme nehmen können, nicht mehr unbekümmert mit seinen drei Kindern Manuela, Thomas und Roland spielen können. «Hansruedi Fitze wusste damals nicht, wie es weitergehen, wie er seine eigene Firma weiterführen und wie er seine Familie ernähren soll – trotzdem hat er gekämpft und sich nicht entmutigen lassen», erzählt Daniel Joggi, Stiftungsratspräsident der SPS und selber Tetraplegiker.

Hansruedi Fitze kämpfte um jedes Stück Selbständigkeit, gab nicht auf, trainierte mit der Ergotherapeutin und konnte nach einem halben Jahr bereits alleine duschen. Seine Familie gab ihm Halt und besonders seine Ehefrau drängte ihn, am Leben teilzuhaben. Sie versuchte, ihm den Rollstuhlsport schmackhaft zu machen. Nach anfänglichem Zweifel packte ihn der Ehrgeiz und bald war er so viel unterwegs wie vor dem Unfall, trainierte fleißig mit seinem Rennrollstuhl. Zwei Jahre später gründete er eine eigene Rugby-Mannschaft – fünfmal wurde das Team sogar Schweizer Meister. 1998 wurde Hansruedi Fitze zudem Weltmeister im 4×400-Meter-Rennrollstuhlrennen, daneben mass er sich – auch bei den Paralympics – im Fünfkampf. Nach der Übergabe der Urkunde betonte Hansruedi Fitze: „Diese Auszeichnung müsste eigentlich meine Frau bekommen. Ohne sie wäre ich wahrscheinlich nicht mehr aus dem Haus.“ Heute sei er fast sportlicher als vor seinem Unfall, obwohl Bewegung schon damals zentral war in seinem Leben.

Elisabeth Mettler-Kiener: Die Spitzensportlerin und Kämpferin für Selbstständigkeit (2013)

Weil ihr Ausbildungsbetrieb ein Ausgehverbot verhängt hatte, kletterte die junge Frau, die sich zur Hotelfachfrau ausbilden lassen wollte, kurzerhand aus dem Fenster im ersten Stock. Eines Abends in den 70ern stürzte sie dabei ab und blieb querschnittgelähmt liegen. „ … sie bleibt von Hilfe abhängig – was passiert, wenn die Eltern einmal nicht mehr da sind …?“ hörte sie Besucher über sich reden, während sie in der Klinik lag. Diese Worte weckten ihren Kampfgeist: „Ich werde selbstständig – ich werde es allen zeigen“, beschloss sie.

Um die soziale Isolation zu vermeiden, begann sie, wieder Sport zu treiben. Entdeckte ihre Leidenschaft für Rollstuhl-Tischtennis und wurde in der Schweiz zur Pionierin dieser Sportart. Bei den Paralympics holte sie in dieser Disziplin sechs Goldmedaillen – und über 200m und 400m noch einmal zwei Goldmedaillen.

Rolland Bregy: Der vielseitig Engagierte (2013)

Ein Motorradunfall machte den gelernten Holzbauzeichner zum Tetraplegiker. Neben seiner Familie half ihm die Musik und die Malerei, diese schwere Zeit zu bewältigen und sich als Mensch mit Querschnittlähmung zu akzeptieren. Ein besonderes Highlight der kreativen Schaffensphase von Rolland Bregy ist das dynamische Rollstuhllogo, mit dem er schweizweit bekannt wurde. Es vermittelt das Bild von Rollstuhlfahrenden als aktive und am Leben teilhabende Menschen.

Übrigens: Das doppelte „ll“ in seinem Vornamen ist eine Reminiszenz an sein neues Leben im Rollstuhl.