Bilanz Winter-Paralympics: Deutsche unerwartet erfolgreich

Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) zeigt sich zufrieden mit den Paralympischen Winterspielen: Die deutschen Sportlerinnen und Sportler holten insgesamt 19 Medaillen (vier Mal Gold, acht Mal Silber und sieben Mal Bronze ) und verteidigten Deutschlands ersten Platz im ewigen Medaillenspiegel.

Besonders erfreulich: Zahlreiche der Medaillengewinner und Teilnehmer waren Newcomer (siehe auch externer Link: Abschluss der Paralympics 2022 | drs.org). „Hätte jemand vor den Spielen gesagt, dass wir so viele Medaillen gewinnen und so viele tolle vierte bis achte Plätze holen – das hätte ich nicht für möglich gehalten“, sagt DBS-Präsident Friedhelm Julius Beucher und fügt an: „Wir haben spannende und teils dramatische Wettkämpfe erlebt mit hauchdünnen Entscheidungen, mal zu unseren Gunsten, mal haben wir einen noch besseren Platz knapp verpasst. Das macht den Sport aus und für diese Emotionen lieben wir den Sport. Die Ergebnisse unterstreichen, dass wir auf einem guten Weg sind und unsere Trainer und Betreuer einen super Job machen. Klar ist aber auch, dass wir uns keinen Zentimeter zurücklehnen dürfen und den eingeschlagenen Weg konsequent weiter beschreiten müssen. Das Nachwuchsproblem ist und bleibt akut.“ (siehe externer Link: DBS: Alle Erwartungen übertroffen – und wie)

Deutschland holte in drei Disziplinen Edelmetall: In Para Alpin-Ski, Para-Biatholon und Para Cross Country Skiing. Unter den siegreichen Sportlerinnen und Sportlern waren auch zwei Menschen mit Querschnittlähmung: der Freiburger Martin Fleig und die Stuttgarterin Anja Wicker, die beide im Para-Biatholon Medaillen holten.

Allen Teilnehmenden unseren Respekt!

Es lagen Schatten über den diesjährigen Paralympics: Corona-Pandemie, strenge Hygienemaßnahmen, Winterspiele an einem Ort mit schwieriger Menschenrechtslage, der Ukraine-Konflikt … Wie wichtig die Paralympics dennoch oder gerade deshalb nicht nur für den Sport, sondern auch für „Frieden, Verständigung, Inklusion und Integration“ sind, betonte Verena Bentele, die Vizepräsidentin des Deutschen Olympischen Sportbundes in einem Kommentar (externer Link): Der Deutsche Olympische Sportbund (dosb.de)