MatchMyMaker – Vom Problem zur Lösung im Hilfsmittelbereich

Manchmal wird man im Alltag mit einem Problem konfrontiert, für das die man die passende Lösung einfach nicht parat hat. Vielleicht aufgrund mangelndem technischen Geschicks. Wie gut wäre es, da wenn man jemanden kennen würde, der da mehr Talent hat.

Genau dafür ist das Projekt MatchMyMaker da. Es will Menschen, die ein Problem mit einem Hilfsmittel haben oder sich eine Zusatzfunktion wünschen, mit kreativen Köpfen, Designer, Tüftlern, Produktentwicklern an einen Tisch bringen, sodass gemeinsam eine Lösung gefunden werden kann. Wenn eine entsprechendes Produkt erarbeitet wurde, soll es aber nicht nur dem eigentlichen Ideengeber zur Verfügung stehen, sondern auch anderen. Um den Zugang zu diesen innovativen und kostengünstigen Hilfsmitteln zu ermöglichen, werden die Entwicklungen – die Careabels – von den Teams als Anleitungen zum Nachbauen, Modifizieren und Weiterentwickeln für jeden frei zugänglich auf der Maker-Communtiy www.careables.org zur Verfügung gestellt.

Erfindungsreichtum wird aus der Not geboren.

Oft ist es ein Ärgernis, das man nicht mehr Hinnehmen möchte. Das Beispiel im Video zeigt einen Rollstuhlfahrer, der es satt hatte, dass sich in den kleinen Rädern seines Rollstuhls immer wieder Haare und anderer Dreck ansammelt. Um die Verschmutzungen zu entfernen, muss man das Rad vom Rollstuhl abbauen.

Abhilfe schafft das Kaepsele, ein aufgebohrter Deckel einer großen Saftflasche (oder ein selbst gedruckter Deckel aus dem 3D-Drucker), der an den Lenkrollen angebracht wird. Einfach, aber genial!

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Ebenfalls eine Lösung aus der MatchMyMaker Denkfabrik: Ein Greifer für Menschen mit eingeschränkter Handfunktion.

„Als Tetraplegiker kommt zu den anderen Einschränkungen einer Querschnittlähmung noch die fehlende oder zumindest eingeschränkte Finger- und Armfunktion hinzu. Es gibt unzählige Situationen, in denen sich eine fehlende Fingerfunktion nicht kompensieren lässt. Es gibt zwar preiswerte Greifzangen für Senioren, die es ermöglichen Gegenstände vom Boden oder aus einem Regal herauszunehmen, doch um eine solche Greifzange nutzen zu können, benötigt man ausreichende Hand- und Fingerfunktion.“ Welche bei Tetraplegie nicht gegeben ist.

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Das Team, das sich um diese Problematik kümmerte, schuf einen Mechanismus, mit dem die Greifzange allein durch das Bewegen des Handgelenks funktioniert. Es wurde eine Hardware-Einkaufsliste, eine Werkzeugliste, eine Druckdatenliste und Tipps zum Zusammenbauen aller Artikel erstellt, mit der potentielle Nachbastler, die Greifzange kostengünstig nachbauen könne.

Noch ein Problem, dem sich MatchMyMaker angenommen hat, ist das Einkaufen im Rollstuhl. Den Einkaufskorb kann man eigentlich nur auf dem Schoß balancieren, was nicht wirklich optimal ist. Um das Einkaufen für Rollstuhlfahrer einfacher zu machen, wurde ein Schubladenschiebesystem zum Einhängen von Einkaufskörben und -taschen umfunktioniert und unter dem Sitz des Rollstuhls befestigt. An die Haken können Körbe und Taschen eingehängt werden. Das entwickelte Produkt Slide n Shop ist leicht und günstig nachbaubar. Alle Komponenten können im Baumarkt gekauft werden.

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Die Macher: be able

MatchMyMaker ist ein Projekt der Berliner Non-Profit-Organisation be able, die sich mit Design für mehr Empowerment und Inklusion einsetzt. Die Macher führen Projekte durch, die gesellschaftliche Teilhabe fördern. Dabei werden soziale und kreative Kompetenzen vermittelt und Begegnungsräume gestaltet, um Inklusion durch mehr Selbstbestimmung und gegenseitiges Verständnis zu stärken.

Bei MatchMyMaker können Menschen ihre ganz persönlichen Herausforderungen einreichen und Menschen, die gerne tüfteln, ihre Problemlösungskompetenzen anbieten. Derzeit gesucht werden z. B. Ideen für ein faltbares Rutschbrett oder Möglichkeiten die Reichweite von Elektrorollstühlen zu verbessern.

Für mehr Informationen siehe: MatchMyMaker