Vom Rollstuhl zum Schaukelstuhl

Die heißen Temperaturen der letzten Wochen versetzen uns auf die Veranda eines Herrenhauses im Süden der USA. Wir ruhen uns bei einem Glas süßer Limonade aus und knabbern hin und wieder an einem Stück frischen Maisbrot. Von fern hören wir die Klänge einer Mundharmonika und langsam beginnen wir den Rollstuhl im Rhythmus der Musik zu wiegen.

Zurück in der Realität fragt sich der stirnrunzelnde Leser, wie in aller Welt man einen Rollstuhl zum Schaukeln bringen soll. Die einfache Antwort: Kufen.

Kufen für den Rollstuhl

Enorm ausgeprägte Bauchmuskeln sind nicht notwendig, um einen Rollstuhl zum Wippen zu bringen. Schnell und nicht allzu teuer kann jeder Rollstuhl in einen Schaukelstuhl umfunktioniert werden, mit den Kufen der Firma Köglis Allround Swing.

Georg Glassens, Hersteller und Erfinder der adaptierbaren Holzkufen, war einige Zeit selbst Rollstuhlfahrer und hat Rollstuhlerfahrung gesammelt. Er bietet mit dem „Schaukelding“ ein Produkt an, das für jeden entspannendes Schaukelvergnügen gewährleistet.

Die hölzernen Kufen sind einfach unter Rollstühlen zu platzieren und installieren. Die Anwendungsmöglichkeiten sind nicht auf Rollstühle beschränkt und können z. B. bei Pflegebetten, Sofas, Sesseln oder Gartenmöbeln zum Einsatz kommen. Auch Kinderbetten und Kinderwagen kann man so schnell in ein schaukelndes Spielgerät verwandeln.

Technische Daten

Die Kufen für den Rollstuhl gibt es als Buche-Natur in den Größen:

  • Modell A: Breite 5,5 cm / Länge 97 cm
  • Modell B: Breite 8,5 cm / Länge 97 cm
  • Modell C: Breite 11,5 cm / Länge 97 cm
schwinge_400 Bild copyright Köglis Allround Swing , 2013 Mit freundlicher Genehmigung von Georg Glassen

Bei Anwendung im Innenbereich werden die Kufen zunächst mit Vliesstreifen beklebt, um den Bodenbelag zu schützen. Der Rollstuhl wird bei fixierten Rädern mit Holzprismen und Keilen gegen ein eventuelles Wegrutschen abgesichert.

Die Kufen für Rollstühle gab es schon auf dem Markt, sie konnten sich aber nicht durchsetzen. Wer die „Schaukeldinger“ wieder vermarkten möchte, könnte sich evtl. mit den Erfindern hier in Verbindung setzten.