Querschnittlähmung: Was erwartet der Patient von der Forschung?

Querschnittlähmung: Was erwartet der Patient von der Forschung?

Anlässlich des Internationalen Symposiums zur Zukunft der Paraplegiologie in Heidelberg im Juni 2016 sprach Manfred Sauer, Firmen- und Stiftungsgründer, aus Sicht eines betroffenen Tetraplegikers zum Who is Who der Neurowissenschaften über die Erwartungen von Patienten an die Forschung.

Manfred Sauer: Gedanken zur Inklusion in Schulen und am Arbeitsplatz

Manfred Sauer: Gedanken zur Inklusion in Schulen und am Arbeitsplatz

Ich bin nun (März 2015) 70 Jahre alt, seit 51 Jahren querschnittgelähmter Tetraplegiker, war immer berufstätig und bin Geschäftsführer eines Unternehmens mit 340 Mitarbeitern. Insofern habe ich mit den gesetzlichen Grundlagen am Arbeitsmarkt zu tun und mit der Behinderung, die mir meine Querschnittlähmung auferlegt, trotz aller technischen Kompensationsmöglichkeiten.

Manfred Sauer über Stoke Mandeville

Manfred Sauer über Stoke Mandeville

Vor 70 Jahren starben die meisten Menschen mit einer Querschnittlähmung ca. drei Monate nach Eintritt der Verletzung. Die Behandlungsmöglichkeiten bei der Therapie von Querschnittgelähmten waren kaum entwickelt. Über Komplikationen wie Nierenprobleme und Druckstellen und deren Behandlung wussten Medizin und Pflege wenig; über entsprechende Prophylaxen noch weniger. Diese desolate Situation änderte sich dank des beispiellosen Einsatzes von Sir Ludwig Guttmann und seiner Einrichtung in Stoke Mandeville.