Fachbegriff: Arnold-Chiari-Missbildung

Knöcherne Fehlbildung des Schädelrandes mit Verdrängung des Hirnstamms sowie ggf. des IV. Ventrikels sowie von Anteilen des Kleinhirns aus dem Hirnraum. Der Stau des Hirnwassers wird als Hydrocephalus bezeichnet. Bei einer Spina bifida tritt zu 85–90% die Arnold-Chiari-Typ-II-Malformation auf, eine Verlagerung des Kleinhirns weit in den Rückenmarkskanal hinein. Die Symptome unterscheiden sich je nach Alter. Bei Säuglingen und Kleinkindern: schlechte Kopfkontrolle, Überstrecken des Kopfes, Stimmbandlähmung, Verengung der Atemwege, Schluckstörungen, Hirnstammsymptome oder Ausfälle von Nerven. Beim älteren Kind oder Erwachsenen: Schmerzen im Nacken- und Hinterkopfbereich, Hirnnervenläsionen, Zeichen der langen Nervenbahnen, Kleinhirnzeichen, ein- oder doppelseitige Daumenballenatrophie und Atrophien an Unterarm, Schulter, Zunge sowie Skoliose.

Quellen: Zäch, G./Koch, H.-G. (Hrsg.): Paraplegie – Ganzheitliche Rehabilitation, 2006; www.deutsche-syringomyelie.de