Ashworth-Skala

Assessment-Methode, um die Spastizität eines Muskels bzw. einer Muskelgruppe zu erfassen.

(Zäch, G.A./Koch, H.G. (Hrsg.): Paraplegie. Ganzheitliche Rehabilitation, Basel, 2006)

Erfasst die Spastik eines Muskels oder einer Muskelgruppe in vier Abstufungen (Ashworth 1964):

  1. Keine Zunahme der Muskelspannung bei passiver Bewegung.
  2. Leichte Erhöhung der Muskelspannung bei passiver Bewegung. Beschrieben wird hier das sogenannte „Taschenmesserphänomen“: Wie beim Öffnen eines Taschenmessers ist der Widerstand zunächst erhöht und lässt dann nach. Auf eine Spastik desselben Grades kann aber auch ein leichter Widerstand am Ende der Bewegung hindeuten.
  3. Deutliche Erhöhung der Muskelspannung während der gesamten Bewegung, Extremität kann aber leicht bewegt werden.
  4. Die betroffene Extremität bleibt starr und kann nicht gebeugt oder gestreckt werden.

Die modifizierte Ashworth-Skala von Bohannon und Smith (1987) enthält einen zusätzlichen Grad und geringfügig veränderte Definitionen.