Ausgleichsabgabe

Monatlich durch einen Arbeitgeber zu entrichtender Betrag bei Nichterfüllung der Beschäftigungspflicht von Menschen mit Behinderung. Hat ein privates oder öffentliches Unternehmen 60 oder mehr Arbeitsplätze zu vergeben, sollten mindestens 5% davon von Menschen mit Schwerbehinderung besetzt sein. Ist das nicht der Fall, müssen Arbeitgeber eine monatliche Ausgleichsabgabe für jeden unbesetzten Pflichtarbeitsplatz entrichten:

  • Keine Person mit Schwerbehinderung oder höchstens 2%: je 290 Euro
  • Zwischen 2 und 3%: je 200 Euro
  • Zwischen 3 und 5%: 115 Euro

Unternehmen mit 40 bis 60 Mitarbeitern müssen zwei Arbeitsplätze mit Menschen mit Behinderung besetzen. Sie zahlen 360 Euro, wenn sie keinen schwerbehinderten Menschen beschäftigen und 105 Euro, wenn nur ein Pflichtarbeitsplatz besetzt ist.

Unternehmen mit 20 bis 40 Mitarbeitern müssen einer Person mit Schwerbehinderung Arbeit geben, ansonsten zahlen auch sie 105 Euro.

Kleine Unternehmen mit einer Belegschaft unter 20 müssen keine Abgabe entrichten.