Fachbegriff: Garantenstellung

Die Garantenstellung ist verbunden mit der sogenannten „Garantenpflicht“, einem Begriff aus dem Strafrecht. Sehr einfach ausgedrückt meint das die rechtliche Pflicht, in ein Geschehen einzugreifen, also zu handeln, um drohende Nachteile von einem Dritten abzuwenden.

In bestimmten Konstellationen kann eine Person zum Beschützergarant oder zum Überwachergarant werden:

Beschützergaranten sind z. B. Vormund oder Betreuer, Arzt oder Polizist und im privaten Bereich auch Eltern gegenüber ihren Kindern und umgekehrt sowie Ehegatten untereinander. Auch in Gefahrengemeinschaften wie z. B. beim Bergsteigen sind die Teilnehmer verpflichtet zu handeln, wenn Dritte in Gefahr geraten.

Überwachergaranten haben dafür einzustehen, dass von einer potenziellen Gefahrenquelle keine Gefährdung ausgeht, Hundehalter etwa. Aber auch das eigene Haus oder das Auto dürfen andere nicht gefährden, der Halter oder Eigentümer ist dafür der Garant.

So hat ein großer Teil der Bevölkerung die Garantenstellung inne, die einen verantwortungsbewussten Umgang nicht nur fordert, sondern Unterlassung auch unter Strafe stellt.