Hydrocephalus

Erweiterung der Flüssigkeitsräume des Gehirns. Die Hirn-Rückenmarks-Flüssigkeit zirkuliert vom Gehirn über das Rückenmark ins Blut und wird bei jedem Menschen ca. alle acht Stunden ausgetauscht. Beim Hydrocephalus ist dieser Kreislauf gestört, da die Hirnflüssigkeit (Liquor) nicht vollständig abfließen kann. Der Hydrocephalus kann vorgeburtlich entstehen und tritt zu 80% auf, wenn eine Spina bifida vorliegt, aber auch isoliert. Durch Infektionen, Unfälle oder Tumore kann er auch nachgeburtlich und in jedem Lebensalter entstehen. Die Auswirkungen reichen von geringer Beeinträchtigung, Teilleistungsschwächen bis zu Epilepsie oder schweren neurologischen Ausfällen. Der Abfluss des Hirnwassers kann reguliert werden, indem eine Ableitung (sog. Shunt) implantiert wird (http://www.asbh.de/hydrocephalus.html).