Fachbegriff: Hydrocephalus

Ein Hydrocephalus entsteht durch die Zunahme des Liquors in den inneren Liquorräumen auch Hirnkammern genannt. Der Abfluss der Hirn-Rückenmarks-Flüssigkeit (Liquor) ist gestört, was zu einer Erweiterung der Ventrikel im Hirn führen kann. Ein erwachsener Mensch hat ca. 150 ml Liquor, der Liquor wird dreimal am Tag ausgetauscht, sodass ca. 450 ml vom Gehirn produziert werden müssen. Die meisten Erkrankungen finden im Kindesalter statt und sind z.B. angeboren beim Kind mit Spina bifida in ca. 80 % der Fälle.

Durch Infektionen, Tumore oder Unfälle, kann es auch im Erwachsenenalter zu einem Hydrocephalus kommen. Die Auswirkungen reichen von geringer Beeinträchtigung, Teilleistungsschwächen bis zu Epilepsie oder schweren neurologischen Ausfällen. Der Abfluss des Hirnwassers kann reguliert werden, indem eine Ableitung (sog. Shunt) implantiert wird.