Pflegebedürftigkeitsbegriff

Teil der Pflegreform 2016/2017 ist eine veränderte Definition von Pflegebedürftigkeit. Mit ihm geht auch ein neues Begutachtungsassessment einher. Es untersucht, was Betroffene (noch) selbstständig können und was nicht – unabhängig davon, ob sie aus physischen, psychischen oder kognitiven Gründen Hilfe brauchen. Kognitive Einschränkungen wie Demenz erhalten damit einen gleichwertigen Status bei der Beurteilung von Pflegebedarf.

Die Reform, die aus drei Stufen besteht (Pflegestärkungsgesetze I bis III), sieht vor, dass es in Zukunft statt drei Pflegestufen fünf Pflegegrade geben wird. Die Gesamtbewertung des Pflegegrades setzt sich dabei aus der Berücksichtigung folgender Bereiche zusammen:

  • Mobilität
  • Kognitive und kommunikative Fähigkeiten
  • Verhaltensweisen und psychische Problemlagen
  • Selbstversorgung
  • Bewältigung von und selbstständiger Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen und Belastungen
  • Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte