Fachbegriff: Radikale, freie

Hochreaktive Substanzen, die jene Moleküle angreifen, schädigen und zerstören können, die von zentraler Bedeutung für die Funktion der Zellen sind. Durch das „Fangen“ und „außer Gefecht setzten“ von Elektronen verändern sie die chemische Struktur von Gewebe, d. h. es verschwinden funktionelle Moleküle und es entstehen unerwünschte bzw. dysfunktionelle Moleküle.

Gebildet werden freie Radikale als Nebenprodukte von normalen chemischen Reaktionen in den Zellen, z. B. durch eine Überlastung der Verbrennungsprozesse in den Mitochondrien oder durch physikalische oder chemische Einflüsse von außen (z.B. durch UV-Strahlung).

Freie Radikale können in den Körper gelangen, indem einer der obigen Einflüsse von außen Moleküle des Körpers in freie Radikale zerteilt. Freie Radikale können auch durch Essen, Trinken oder Einatmen von Substanzen, die freie Radikale enthalten, in den Körper gelangen (z. B. Zigarettenrauch oder Umweltgifte).

Die aggressive Wirkung der freien Radikalen ist vermutlich mitverantwortlich für das Entstehen von Krankheiten wie Arterienverkalkung, Rheuma, Alzheimer oder Krebs.

(Quelle: Freie Radikale, auf: Doccheck.com/de, Abrufdatum: Feb. 2014)