Fachbegriff: Spinalanästhesie (SPA)

Rückenmarksnahe Betäubungsform: Durch die Injektion eines Betäubungsmittels in Höhe der Lendenwirbelsäule in den Hirnwasserraum wird die Signalübermittlung in den vom Rückenmark ausgehenden Nerven gehemmt. Sie führt zu einer spezifischen sensorischen, motorischen und sympathischen Blockade und ermöglicht hierdurch eine Vielzahl chirurgischer Eingriffe an den unteren Extremitäten, im Becken, Perineum (Damm) und Unterbauch sowie geburtshilfliche Eingriffe. Die Spinalanästhesie ist die älteste und auch heute noch am meisten angewandte zentrale Nervenblockade (Larsen, R.: Anästhesie und Intensivmedizin für die Fachpflege, Berlin, 2007).