Tethered cord

Fixierung des Rückenmarks im Lumbal-/Sakralbereich, in der Regel unterhalb L3. Das dem Namen nach „gefesselte Rückenmark“ ist nicht wie vorgesehen in der Lage, sich dem Wachstum anzupassen. Als Folge einer Spina bifida liegt es häufig durch Vernarbung nach der operativen Erstversorgung vor. Durch eine Zugbelastung des im Wirbelkanal nicht mehr frei beweglichen Rückenmarks wird das  Nervengewebe zusätzlich geschädigt. Ein Tethered cord muss keine Symptome zeigen; wird es jedoch symptomatisch (Tethered-cord-Syndrom), treten die Symptome in der Regel mit dem Wachstum oder erst im Erwachsenenalter auf: Lendenstrecksteife, Schmerzen, neurogene Fuß- bzw. Beindeformität, fortschreitende Skoliose, motorische und sensorische Defizite, Muskelatrophie, Hyporeflexie, Muskelzuckungen, autonome Dysregulation, Spastik, Störungen des Gewebes mit der Gefahr von Dekubitus.

Um ein Fortschreiten der Symptomatik zu verhindern, kann das Rückenmark chrirurgisch von seiner Fixierung gelöst werden (Untethering).

Quellen: Zäch, G./Koch, H.-G. (Hrsg.): Paraplegie – Ganzheitliche Rehabilitation, 2006; www.asbh.de