Fachbegriff: Tetrahydrocannabinol (THC)

Wirkstoff der Hanfpflanze (Cannabinoid). THC passt in seiner Struktur an bestimmte Andockstellen von Nervenzellen (Rezeptoren), besonders im Bereich des Kleinhirns und der Basalganglien, wo Bewegungsabläufe und Feinmotorik gesteuert werden. An diese CB1-Rezeptoren docken normalerweise körpereigene Anandamide an und beeinflussen damit die Signalübertragung an den Synapsen. Beide Stoffe haben auf diese Weise Auswirkungen auf das zentrale und periphere Nervensystem, wie Glücksgefühl, Entspannung und Schmerzlinderung. CB1-Rezeptoren in den Basalganglien bieten eine Erklärung für den Einfluss von Anandamid bzw. THC auf die Motorik. THC ist in Deutschland rezeptierfähig, d. h. er darf verschrieben werden, wenn dieselbe Wirkung mit anderen Stoffen nicht zu erreichen ist.