Fachbegriff: Zuständigkeitsklärung

Verfahren zu Klärung des für eine Leistung zuständigen Leistungsträgers (SGB IX § 14).

Geht ein Antrag auf Leistungen bei einem Rehabilitationsträger ein, muss der spätestens zwei Wochen nach Antragseingang geklärt haben, ob er für die Leistung zuständig ist oder nicht. Ist der Rehabilitationsträger zuständig, hat er über die Leistung innerhalb von drei Wochen nach Antragseingang zu entscheiden.

Leitet der zuerst angegangene/angeschriebene Rehabilitationsträger den Antrag an einen anderen Träger weiter, so muss dieser innerhalb von drei Wochen nach Antragseingang über den Antrag entscheiden – der zweitbefasste Rehabilitationsträger kann ihn nicht mehr weiterleiten.

Sollte ein Gutachten zur Ermittlung des Rehabilitationsbedarfs nötig sein, muss das Gutachten zwei Wochen nach Auftragserteilung vorliegen und die Entscheidung bereits zwei Wochen später fallen.

Nach diesem Verfahren werden die Rehabilitationsleistungen nicht mehr durch Zuständigkeitsstreitigkeiten verzögert.

Quelle: www.talentplus.de