
Quer Schnittchen
Quer Schnittchen- Der frei erfundene Ich-Erzähler „Quer Schnittchen“ berichtet an dieser Stelle über sein Leben mit Job, Frau, Kind und Querschnittlähmung. Seine Stimme verleihen ihm seit 2018 die Redakteurinnen Tanja Konrad und Ursula Willimsky. Inspiriert sind die Beiträge von Gesprächen mit verschiedenen Menschen mit Para- oder Tetraplegie.
- Und hierfür ist die Redaktion auch immer gerne für neue Anregungen offen! Alltagstipps, eine witzige Begebenheit, eine emotionale Begegnung, eine ärgerliche, aber typische Situation: Was die Leser von Der-Querschnitt.de beschäftigt, greifen die Redakteure gerne an dieser Stelle auf.
- Einfach eine E-Mail an info@der-querschnitt.de schicken – die Redaktion freut sich auf spannende Ideen und Anregungen!


Meine Querschnittlähmung und ich: „Wenn ich Sie so sehe, dann darf ich mich nicht beschweren!“
Lobe ich ihn? Lobe ich ihn nicht? Um aus meinem Sohn einen „anständigen Kerl“ zu machen, wollte ich ihn eigentlich mit Lob überhäufen – auch, um sein Selbstbewusstsein zu stärken. Ein Video über „Inspiration Porn“ (siehe Link am Text-Ende) lässt mich das Projekt Mega-Lob aber noch einmal überdenken.

Meine Querschnittlähmung und ich: Heterosexuelle, hellhäutige Menschen ohne Behinderung
Eine Gesellschaft besteht aus vielen verschiedenen Menschen in allen Größen, Farben, Formen und Ethnien mit unterschiedlichen sexuellen Orientierungen und Lebensstrategien. Das ist gut und richtig so, doch in den Medien sind einige Menschen deutlich unterrepräsentiert. „Der Prinz der Drachen“ geht da andere Wege.

Meine Querschnittlähmung und ich: Verwundert am Bahnhof
Ich hatte in der Schule einen echt schrägen Kunstlehrer. Er lief auch im Winter in Leinenkutten, Sandalen (und Socken) herum und hatte einen Bart, in dem man ein Hühnchen hätte verstecken können. Ich mochte ihn nicht sehr, weil ich in Kunst eher minusbegabt war und er mich das wissen ließ. Um so angenehmer war eine Begegnung mit einem Modezwilling von ihm, den ich neulich am Bahnhof traf.

Meine Querschnittlähmung und ich: Inklusion im Sport – klingt nach Parole, ist aber wichtig
Weshalb tauchen eigentlich bei den Paralympics so selten afrikanische Sportler im Medaillen-Spiegel auf? Diese Frage wurde mir aufgedrängt, als ich eigentlich darüber jammern wollte, dass in den Niederlanden Sportler mit Behinderung so viel besser gefördert werden als hierzulande. Ein paar Gedanken zur Inklusion im Sport.

Meine Querschnittlähmung und ich: 36 Grad und es wird noch heißer…
Als Tetraplegiker ist mir tendenziell eigentlich immer zu kalt. Deshalb sollte man meinen, dass ich mich freue, wenn die Tage saharamäßig und die Nächte tropisch sind. Tu ich aber nicht. Denn mit steigenden Temperaturen, steigt für mich auch die Gefahr einer Überhitzung. Trotzdem fällt es mir schwer, Vernunft anzunehmen….

Meine Querschnittlähmung und ich: Corona und der Kampf um die ersten Impf-Plätze
Natürlich geht es um Corona. Im speziellen Falle um die Frage: Wer darf zuerst? Da scheint sich bei einigen Menschen ohne Behinderung der Eindruck festgesetzt zu haben, dass alle Menschen mit Behinderung fordern, sofort geimpft zu werden. Und sie seufzen grollend: „Ja, ja, immer schreien sie nach völliger Gleichbehandlung, aber wenn es ums Warten geht, wollen sie plötzlich Sonderrechte!“

Meine Querschnittlähmung und ich: Zu schön für diese Welt. Oder zumindest für den Rollstuhl
„Die ist so schön, die kann gar nicht querschnittgelähmt sein. Da haben die bestimmt ein Model in den Rollstuhl gesetzt.“ Was habe ich mich geärgert, als ich ganz weit unten in den Kommentaren zu einem Rollstuhl-Video diese Bemerkung las! Gut, über mich würde vermutlich niemand etwas Derartiges sagen, trotzdem habe ich den Spruch irgendwie persönlich genommen.

Meine Querschnittlähmung und ich: „Von Verschwörungstheoretikern und Risikogruppen“
„Aluhut statt Maske“ – so war die Kolumne betitelt, die ich kürzlich im PARAplegiker las. Und nicht genau wusste, ob ich nun lachen oder mich wundern sollte. Weil ich Alu überwiegend dafür verwende, meinen Grillkäse einzupacken, und irgendwie Mitglied der Risikogruppe bin (ich mein: Wer ist das nicht?) trete ich heute meinen Autorenplatz ab und machen den Platz frei für besagte Kolumne.
