
Para- & Tetraplegie


Harninkontinenz: Formen, Ausprägung, Ursachen
Der ungewollte, unkontrollierte Abgang von Urin, die Harninkontinenz, ist vermutlich für die meisten Menschen mit Querschnittlähmung ein (unangenehmes) Thema. Die Harninkontinenz kann man auf verschiedenen Wegen beschreiben, unter anderem abhängig von der Ursache oder quantitativ anhand der verlorenen Urinmenge.

Detrusor-Sphinkter-Dyssynergie: Reflexentleerung als Therapieoption
Menschen mit einer hohen Querschnittlähmung (oberhalb T10) oder Tetraplegie entwickeln meist eine bestimmte Blasenfunktionsstörung: die Detrusor-Sphinkter-Dyssynergie. Der Blasenmuskel (Detrusor) zieht sich unkontrolliert zusammen, während der Schließmuskel (Sphinkter) sich nicht richtig öffnet. Ist Katheterisieren nicht möglich, kann man die Blase unter anderem mit einer Reflexentleerung entleeren. In den meisten Fällen muss dazu entweder der Schließmuskel (Sphinkterotomie) eingeschnitten oder ein Harnröhren-Stent gesetzt werden. Ein Vergleich.

Neuroarthropathie: Unmerkliche Abnutzung von Wirbelsäule und Gelenken
Menschen mit Querschnittlähmung können im Laufe der Jahre eine Neuroarthropathie entwickeln. Eine heimtückische Erkrankung, die sich unmerklich in die Gelenke und die Wirbelsäule einschleicht und Deformationen und Instabilität zur Folge haben kann. Entstehungsursache sind eine gestörte Schmerzwahrnehmung und daraus resultierende mangelnde Haltungsregulierung.

Vitamin-D-Mangel bei Querschnittlähmung
Vitamin D spielt eine wichtige Rolle im Calcium- und Phosphatstoffwechsel und sorgt so für starke Knochen und kräftige Muskeln. Aber Menschen mit Querschnittlähmung leiden überdurchschnittlich oft an Vitamin-D-Mangel. Bei bis zu 93 Prozent ist der Vitamin-D-Spiegel zu niedrig. Zum Vergleich: Bei Menschen ohne Querschnittlähmung liegt der Wert bei etwa 30 Prozent, manche Quellen sprechen von 40 Prozent.




