Schmerzen, Spastik, Depressionen: Studie zu sekundären Gesundheitsproblemen bei Querschnittlähmung 

Schmerzen, Spastik, Depressionen: Studie zu sekundären Gesundheitsproblemen bei Querschnittlähmung 

Sekundäre Gesundheitsprobleme - d.h. Folgeerscheinungen, die als direkte Konsequenz einer primären Erkrankung, Verletzung oder eines Traumas entstehen - stellen eine wesentliche Herausforderung im Leben von Menschen mit Querschnittlähmung dar. Die sekundären Gesundheitszustände, umfassen eine Vielzahl körperlicher und psychischer Beeinträchtigungen und tragen erheblich zur Morbidität sowie zur Einschränkung der Lebensqualität bei.  

Spezialhandschuh hilft Menschen mit gelähmter Hand zu greifen

Spezialhandschuh hilft Menschen mit gelähmter Hand zu greifen

Die Technische Universität München (TUM) hat einen weichen, pneumatischen Handschuh entwickelt, der Menschen mit Lähmungen das Greifen wieder ermöglicht. Dafür sagen Forschende des TUM-Lehrstuhls für kognitive Systeme mithilfe von elektrischen Signalen aus der Unterarmmuskulatur sehr zuverlässig voraus, wann eine Person greifen will. Diese Erfindung könnte künftig Menschen helfen, die durch Unfälle oder aufgrund von Nervenerkrankungen Lähmungserscheinungen in den Händen haben, d.h. auch Menschen mit Tetraplegie.

Menschen mit Querschnittlähmung entwickeln häufiger chronische Erkrankungen

Menschen mit Querschnittlähmung entwickeln häufiger chronische Erkrankungen

Eine Studie der US-amerikanischen Klinik Mass General Brigham zeigt, dass Patienten mit traumatischer Querschnittlähmung unabhängig von Alter, Läsionshöhe und vorherigen Gesundheitszustand ein höheres Risiko haben, eine Vielzahl chronischer Gesundheitsprobleme zu entwickeln. Ein Erkennen und frühzeitiges Gegensteuern ist daher von großer Wichtigkeit.

Zebrafisch kann durch ausgeklügelten Mechanismus sein Rückenmark heilen

Zebrafisch kann durch ausgeklügelten Mechanismus sein Rückenmark heilen

Indem spezielle Bindegewebszellen die Entzündung und die Bildung von Narbengewebe regulieren, können beim Zebrafisch (Zebrabärbling) nach einer Rückenmarksverletzung Nervenbahnen wieder nachwachsen. Die Erkenntnisse könnten langfristig einen Ansatz für die Entwicklung von Therapien auch bei Menschen bieten.

Methode der Katheterisierung kann u.U. neurogene Blase beeinflussen

Methode der Katheterisierung kann u.U. neurogene Blase beeinflussen

Dauerkatheder oder intermittierende Katheterisierung (IK)? Hat diese Entscheidung auch Auswirkungen auf die Regeneration der Blasenfunktion? Mit diesen Fragen setzte sich ein Forscherteam aus Baltimore auseinander. Ergebnis: Wer in der Klinik an den IK herangeführt wurde, besaß eine signifikant höhere Wahrscheinlichkeit, innerhalb eines Jahres die Blasenkontrolle wiederzuerlangen, als jemand, der mit Dauerkatheter aus der Klinik entlassen wurde.

Appell zu mehr Mut beim Thema Diversität im Metaversum mit Avataren im Rollstuhl

Appell zu mehr Mut beim Thema Diversität im Metaversum mit Avataren im Rollstuhl

Eine Studie der Universität Stuttgart, der California State University at Fullerton und des Max-Planck-Instituts für Intelligente Systeme kommt zu dem Schluss, dass es durchaus positive Aspekte gibt, wenn im Metaversum der Avatar die eigene Behinderung repräsentiert. Das Metaversum sei nicht nur eine technische Plattform, sondern eine der sozialen Interaktion.

Oberschenkel-Labienspreizer: Neues Hilfsmittel soll Frauen Katheterisieren erleichtern

Oberschenkel-Labienspreizer: Neues Hilfsmittel soll Frauen Katheterisieren erleichtern

Querschnittgelähmte Frauen müssen meist katheterisieren – entweder selbst oder mit fremder Hilfe. Anders als bei Männern ist die Harnröhre bei Frauen im Körper verborgen. Das erschwert die selbstständige Katheterisierung. Das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA arbeitet derzeit an einem Oberschenkel-Labienspreizer, der querschnittgelähmten Frauen das Katheterisieren erleichtern soll. Probandinnen sind willkommen.