
Menschen & Medien


Leben und Lieben mit Querschnittlähmung
Die Redaktion hat sich auf die Suche nach der großen Liebe gemacht. Was erzählen Paare, bei denen ein Partner querschnittgelähmt ist? Was ist ihr Rezept für eine funktionierende Beziehung, die alles sein soll, nur keine „Pflege-Beziehung“? Und wie stellt man das überhaupt an, mit einer Querschnittlähmung die Liebe und den richtigen Partner oder die richtige Partnerin zu finden? Herausgekommen ist eine Link-Sammlung mit Tipps, Statements und Einblicken in das harte, echte und hach! so romantische Leben.

Erster Rekrut im Rollstuhl: Nouh Latoui setzt sich mit kämpferischer Kraft für seine Rechte ein
Nouh Latoui setzt sich vehement und zielstrebig für seine Rechte und seine Autonomie ein. Der Schweizer, der mit Spina bifida geboren wurde, kämpfte unter anderem drei Jahre dafür, Soldat werden zu dürfen. Er wurde der erste Schweizer Rekrut im Rollstuhl. Heute sagt er: „Man hat nur meinen Rollstuhl gesehen und nicht meine Fähigkeiten“

Leben mit inkompletter Tetraplegie: Ihre Blasinstrumente lassen Brigitte Sensenschmidt die chronischen Schmerzen vergessen
„Musik, vor allem die Blasinstrumente, waren immer mein Hobby“, sagt Brigitte Sensenschmidt. Seit einem Glatteis-Unfall vor fünf Jahren lebt sie mit inkompletter Tetraplegie. Die Folge: „Die Hände sind nicht mehr das, was sie mal waren. Und auch die Lungenfunktion ist nicht mehr so toll“. Eigentlich denkbar schlechte Voraussetzungen für eine Frau, die Blasinstrumente liebt. Außer, sie hat die richtigen Instrumente. Und die hat Brigitte Sensenschmidt.

Leben mit Querschnittlähmung: „Was man gibt, bekommt man zurück.“
Gabor Schneider ist seit einem Badeunfall 2010 querschnittgelähmt. Die Lähmungshöhe von C 4/5 bedeutet für ihn eine erhebliche Einschränkung im Alltag. Im Hinblick auf seine Lebensqualität nennt der 41-Jährige drei entscheidende Faktoren: die Psychotherapie, das Kolostoma und die Entscheidung kein Arschloch zu sein.

Ratgeber für Menschen mit akuter Querschnittlähmung – How to survive: Die Klinik
Hendrik Radke war 18 Jahre alt, als er sich 2020 bei einem Badeunfall eine Querschnittlähmung in Halsbereich zuzog. Anderthalb Jahre verbrachte er danach in verschiedenen Kliniken und Rehabilitationseinrichtungen. Mit seinem Buch „How to survive: Die Klinik“ will er anderen jungen Menschen in ähnlichen Situationen helfen.

Verantwortung gegenüber der Querschnittlähmung und gegenüber der Assistenz
„Man hat ja eine gewisse Verantwortung – gegenüber der Querschnittlähmung und dem eigenen Körper, aber auch gegenüber seiner Assistenz“. Mit diesem einen Satz fasst Vincent Kast zusammen, was ein Leben mit Tetraplegie eben auch ist: Ein durchgeplantes, ein getaktetes Leben. Dieses Hangeln zwischen Selbstfürsorge, Verpflichtungen und Plänen kennt auch Tetraplegikerin Jana Sohm sehr gut.

Leben mit Querschnittlähmung: „Heute bin ich der, der es geschafft hat, damit klarzukommen.“
Manchmal fühlt Peter van den Bruck sich, als ob er mit seinem Rollstuhl auf einer Berg- und Talbahn unterwegs ist. Mal geht es rauf, mal wieder runter. Im Moment ist sein Leben wieder auf Talfahrt. Von den negativen Begleitumständen und Gefühlen will der 61-Jährige sich aber nicht mitreißen lassen. Er setzt ihnen Aktivität und Engagement entgegen.

Treppen? Toiletten? Tische? Die innere Checkliste von Menschen mit Querschnittlähmung, die spontan ausgehen wollen
„Wollen wir in das neue Café gehen? Das sieht so cool aus!“. Hmmm. Welchen Dominoeffekt im Kopf so eine nett gemeinte Einladung bei Menschen, die im Rollstuhl unterwegs sind, auslöst, darüber erzählt die Bloggerin Svenja Gluth in einem Video. „Diese Freude mit angezogener Handbremse, die kennen wir zu gut!“, sagen Jana Sohm und Vincent Kast. Beide vermissen manchmal die Spontanität in ihrem Leben. Denn wegen ihrer Tetraplegie müssen sie erst planen und abchecken – und erst danach können sie sich auf die Verabredung freuen. Oder auch nicht.

Handbuch für Sexualhilfsmittel für Menschen mit Querschnittlähmung
Unter der Zusammenarbeit von Mitarbeitern der University of British Columbia und des Strong Rehabilitation Center ICORD entstand der Ratgeber „pleasurable: sexual device manual for people with disability“. In der 40 Seiten umfassenden Publikation werden nicht nur Sexualhilfsmittel für Menschen mit Querschnittlähmung vorgestellt.