Querschnittlähmung verarbeiten: „Jeder muss den Gipfel seines eigenen Eisbergs selbst erklimmen“

Querschnittlähmung verarbeiten: „Jeder muss den Gipfel seines eigenen Eisbergs selbst erklimmen“

Jede Behinderung ist so individuell wie der Fingerabdruck der dazugehörigen Person. Aus diesem Grund kann man Diagnosen kaum vergleichen - geschweige denn von sich selbst auf andere schließen. Zwei Personen mit der exakt gleichen Diagnose können verschiedenen Funktionen, Sensibilitätsareale oder Probleme haben. Grob werden sie sich schon ähneln – aber das war´s dann auch schon. Vergleichbar verhält es sich mit der Psyche, wenn es darum geht, eine Querschnittlähmung zu verarbeiten. Der eine verkraftet den Unfall oder die Diagnose besser und der andere hat wirklich lange damit zu kämpfen – auch wenn die Diagnose doch mutmaßlich die gleiche ist.

Dr. Steffen Franz über neuropathische Schmerzen bei Querschnittlähmung

Dr. Steffen Franz über neuropathische Schmerzen bei Querschnittlähmung

Neuropathische Schmerzen bei Querschnittlähmung: „Das Bein im Elektrozaun und keiner kann den Strom abstellen.“ So beschrieb eine Patientin unseres Zentrums unlängst ihr Erleben von Schmerzen. Sie entwickelten sich bei ihr relativ bald nach Eintritt der Querschnittlähmung und besserten sich trotz des Versuchs einer üblichen medikamentösen Therapie nur leidlich.

Schmerzen und Querschnittlähmung: Die Psyche spielt eine wichtige Rolle

Schmerzen und Querschnittlähmung: Die Psyche spielt eine wichtige Rolle

Forschungsergebnisse zur Schmerztherapie klingen häufig vielversprechend, sind jedoch in den aktuellen Therapien nur selten oder gar nicht anwendbar. In der Regel werden in den Querschnittgelähmtenzentren die Empfehlungen der Leitlinie umgesetzt, indem die Schmerzen bereits frühzeitig mit Medikamenten und auch ergänzenden Therapien (Physio-, Ergo- und Sporttherapie) behandelt werden. Leider häufig mit nur geringem Erfolg.

SCI-Mobility-Labor: Menschen sind der Schlüssel für Innovationen

SCI-Mobility-Labor: Menschen sind der Schlüssel für Innovationen

Ingenieur Sebastian Tobler – selbst querschnittgelähmt - setzt sich unermüdlich für Menschen mit eingeschränkter Mobilität ein. An der Berner Fachhochschule gründete er ein schweizweit einzigartiges Labor zum Entwickeln und Testen von Fahrzeugen für diese Bevölkerungsgruppe. Dieses SCI-Mobility-Labor ist das Ergebnis einer knapp zehnjährigen Zusammenarbeit von Forschung, Medizin und Industrie.

Leben mit Assistenz: „Dafür trage ich die Verantwortung. Ich muss sagen, was ich will und was ich nicht will.“

Leben mit Assistenz: „Dafür trage ich die Verantwortung. Ich muss sagen, was ich will und was ich nicht will.“

Um als Mensch mit Querschnittlähmung oder anderen körperlichen Einschränkung selbstbestimmt leben zu können, bedarf es oft der Unterstützung durch andere Menschen. Doch wo findet man die? Was sind ihre Aufgaben? Und wie bezahlt man das Ganze? Matthias Klaus, Macher des Deutsche Welle-Podcasts „Echt behindert!“ sprach über dieses Thema mit Tetraplegiker Felix Esser, der seit einem Autounfall querschnittgelähmt ist und mit Assistenz in der eigenen Wohnung lebt.

Bikefitting für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen: „Alles, was man braucht, ist eine gute Idee!“

Bikefitting für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen: „Alles, was man braucht, ist eine gute Idee!“

Diesmal geht es in der Reihe „Erfahrungen“ nicht um einen Menschen mit Querschnittlähmung. Stattdessen geht es um einen Mann, für den die traumatische Querschnittlähmung eines Freundes zum Wendepunkt wurde. Für ihn baute Andreas Grund ein Motorrad querschnitt-tauglich um. Seither lassen er und sein Team dank Bikefitting (motorisierte) Träume von Menschen mit Mobilitätseinschränkungen wahr werden.

Inklusion am Arbeitsplatz: Die Schweiz ist Deutschland eine Meile voraus

Inklusion am Arbeitsplatz: Die Schweiz ist Deutschland eine Meile voraus

Deutschland und die Schweiz sind zwei von ihrer Wirtschaftsstärke her vergleichbare Länder, die beide eine Erwerbsquote von rund 80 % aufweisen. Trotz der Forderung nach gleichberechtigter Teilhabe von Personen mit Behinderung im Deutschen Sozialgesetzbuch (SGB IX) schneidet Deutschland bei der Arbeitsintegration von Personen mit Querschnittlähmung (QSL) mit einer Quote von 43% aber markant schlechter ab als die Schweiz mit 61 %.