ADAC Test: Wie barrierefrei ist der Nahverkehr?

Ein barrierefreier Nahverkehr erleichtert Millionen Menschen den Alltag: von Rollstuhlfahrenden über Eltern mit Kinderwagen bis hin zu älteren Fahrgästen. Ein ADAC Test zeigt, wo noch Verbesserungsbedarf besteht.

Das ist schon mal positiv: Ausreichend breite Warteflächen (87 Prozent) sowie gut begehbare und für Menschen mit Rollstuhl, Rollator oder Kinderwagen nutzbare Haltesteige (83 Prozent) und flache Rampen (84 Prozent) fanden die Tester oft vor.

Aber: Für Rollstuhlfahrende lässt sich der Einstieg meist durch das Ausklappen einer Rampe lösen. Menschen mit Rollator, Kinderwagen oder Gepäck müssen dagegen die häufig größeren Spalte und Stufen überwinden. Nach Empfehlung von Regelwerken sollten der Spalt sowie der Höhenunterschied zwischen Bahnsteig und Fahrzeug jeweils maximal 5 Zentimeter betragen. Viele Mobilitätseingeschränkte könnten dann selbstständig einsteigen und wären nicht auf eine Rampe angewiesen, die erst umständlich ausgeklappt werden muss.

Im Test ermöglichten aber nur 20 Prozent der Straßenbahnen und lediglich 3 Prozent der Busse diese Vorgabe. Im Städtevergleich lagen Chemnitz (60 Prozent), Erfurt und Mannheim (jeweils rund 40 Prozent) bei den Straßenbahnen vorne.

Zu mehr Informationen des ADAC und zur kompletten Studie geht es hier: ADAC Test: Wie barrierefrei ist der Nahverkehr? (externer Link).