Bei den Darmentleerungstechniken unterscheidet man primär zwischen liegenden und mobilen Patienten mit Querschnittlähmung. Bei liegenden Patienten erfolgt die Darmentleerung vorzugsweise in linker Seitenlage; nur wenn dies nicht möglich ist, wird sie in rechter Seiten- bzw. Bauchlage durchgeführt. Keine Bettschüsseln verwenden, da die Gefahr von Druckstellen besteht. Beim mobilen Patient findet die Defäkation auf dem Duschrollstuhl bzw. direkt am WC statt. Sitzfläche bei Bedarf abpolstern zur Vermeidung von Druckstellen. Eine entspannte Sitzposition (nicht zu steil) und keine baumelnden Beine ist für eine selbständige Stuhlentleerung wichtig.
(mehr …)Chronische Schmerzen, vor allem chronisch-neuropathische Schmerzen, sind eine häufige und belastende Komplikation bei Querschnittlähmung und werden von Betroffenen oft als verantwortlich für eine verminderte Lebensqualität genannt. Da neuropathische Schmerzen medikamentös nur schwer zu behandeln sind, setzt die Forschung auf ein vermehrtes Verständnis über die Hintergründe der Ausbildung von neuropathischen Schmerzen bei peripheren Nervenschädigungen.
(mehr …)Öffentliche Toiletten für Menschen mit Schwerbehinderung gibt es in ganz Europa. Gar nicht selten braucht man dazu den Euroschlüssel. Wer den im richtigen Moment zücken kann, dürfte sich für diese Art der Vorsorge häufig sehr dankbar sein.
(mehr …)Wie kann das häusliche Arbeitszimmer rollstuhlgerecht gestaltet werden? Verstellbare Möbel, Kommunikations- und Computerhilfsmittel können das Homeoffice, aber auch das private Arbeiten am Computer erleichtern bzw. erst möglich machen.
(mehr …)Neben den speziellen klinischen Einrichtungen gibt es verschiedene nationale und internationale Interessengruppen und Organisationen, d. h. Vereinigungen oder Stiftungen, bei denen Menschen mit Querschnittlähmung und ihre Belange im Mittelpunkt stehen.
(mehr …)Wer sich als von Querschnittlähmung Betroffener für seine Rechte einsetzt, bekommt es sehr schnell mit Begriffen wie SGB (Sozialgesetzbuch) und diversen Paragraphen zu tun. Das deutsche Sozialgesetz bildet dafür die Grundlage. Daher kann ein Überblick über die Gliederung der Sozialgesetzgebung hilfreich zur ersten Einordnung von juristischem Vokabular sein.
(mehr …)Die UN-Behindertenrechtskonvention beschreibt das Recht von Menschen mit Behinderungen, „mit gleichen Wahlmöglichkeiten wie andere Menschen in der Gemeinschaft zu leben“, auch in Bezug auf barrierefreies, selbstbestimmtes Wohnen. In der Praxis eröffnen sich diese Wahlmöglichkeiten in der Regel nicht von selbst.
(mehr …)Der Nutzung des Persönlichen Budgets geht immer ein Bewilligungsverfahren mit einer Bedarfsermittlung und ggf. einer Gesamtplan- und ggf. Teilhabeplankonferenz voraus. Nach der Konferenz legen Leistungsträger und Antragsteller in der sogenannten Zielvereinbarung sämtliche Bestimmungen über Verwendungszweck, Höhe des Budgets, Nachweispflichten und Qualitätssicherung fest.
(mehr …)Heidelberg, 19.04.2013 – Neurogene Darmfunktionsstörungen sind Folge fast jeder Querschnittlähmung. Im Gegensatz zu Bewegungseinschränkungen und Sensibilitätsverlust etwa sind Probleme wie Darminkontinenz, Verstopfung oder chronische Verdauungsbeschwerden aber ein Thema, das nach wie vor mit einem mit Scham und Unwissenheit behafteten Tabu belegt ist und bisher vernachlässigt wurde in Pflegemethoden und Forschung.
(mehr …)Apps verzerren die eigene Stimme oder wissen auf Anhieb, dass Taylor Swift die Interpretin des gerade laufenden Songs ist. Es geht aber auch bodenständiger: Mittlerweile zeigen Apps zum Beispiel, wo das nahegelegenste behindertengerechte WC zu finden ist oder helfen beim Blasenmanagement.
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