Trendgetränk Kaffeekonzentrat – Eine gut Wahl bei Querschnittlähmung?

Das Trendgetränk des Sommers ist Kaffeekonzentrat. Großzügig wird es über Eiswürfel, Eiscreme und in Milchmixgetränke gegossen. Für Menschen mit Querschnittlähmung, die Problem mit der Verdauung haben oder unter der Hitze leiden, ist es u.U. nicht die beste Wahl.

Kaffeekonzentrat ist ein konzentrierter Kaffee mit intensivem Geschmack und höherem Koffeingehalt pro Milliliter. Selbst machen kann man es, indem man Kaffee mit mehr Kaffeepulver oder weniger Wasser als üblich brüht und kalt werden lässt.

Der springende Punkt an einem Trendgetränk ist aber oft, dass irgendjemand damit Geld verdienen möchte. Deshalb gibt es Kaffeekonzentrat derzeit fast überall zu kaufen. Und es ist oft mehr als Kaffee in den schicken Flaschen. Wer sein Kaffeekonzentrat nicht pur möchte, sondern in Geschmacksrichtungen wie Caramel Macchiato, Haselnuss Latte, Vanilla Latte, White Mocha oder Choco Mocha (um nur einige zu nennen), erhält neben der geballten Ladung Koffein auch Zucker, Süß- und Aromastoffe sowie Konservierungsstoffe.

Das Konzentrat gießt man in Wasser (Cold Brew), in Milch oder Pflanzendrinks (Cold Brew Latte) über Eiswürfel (Iced Coffee/Café frappé), über Vanilleeis (Affogato/Eiskaffee) oder nach Belieben über jede andere Eissorte (auch Eiskaffee).

Kaffeekonzentrat – Eine gute Idee?

Ist dieses Getränk für Menschen mit Querschnittlähmung eine gute Wahl?

Das kommt drauf an: Der große Vorteil des Kaffeekonzentrats liegt im Zeitmanagement. Innerhalb von Sekunden hat man ein kaltes Getränk gezaubert, das vielen auch richtig gut schmeckt. Menschen (mit oder ohne Querschnittlähmung), die keine Verdauungs- und Gewichtsprobleme haben bzw. befürchten müssen, und denen sehr heiße Temperaturen nichts ausmachen, können das Kaffeekonzentrat bedenkenlos konsumieren. Alle anderen müssen sich vorsichtig herantasten, denn es gilt Folgendes zu bedenken:

  • Koffein und die Verdauung

Studien, die die Wirkung von Koffein auf die Verdauung untersuchen, kommen zu unterschiedlichen Ergebnissen: Während die einen Hinweise auf eine Verlangsamung der Passage der Nahrung durch den Darm liefert, zeigen die anderen das genaue Gegenteil. Zudem kann Kaffee dehydrierend wirken, was dem Stuhl wieder Wasser entzieht und bei gleichzeitiger unzureichender Trinkmenge (aus anderen Flüssigkeitsquellen) zu Verstopfungen führen kann.

  • Koffein und Hitze

Koffein zwar einen Energiekick geben, den man bei sommerlichen Temperaturen vielleicht gut gebrauchen kann, allerdings gehört Koffein auch zu den Stimulanzien, die die Körpertemperatur erhöhen können. 

  • Eiskalte Getränke und Hitze

Von eisgekühlten Getränken im Sommer versprechen sich viele die größte Erfrischung. Tatsächlich scheint es aber sinnvoller zu sein bei heißen Temperaturen zu lauwarmen oder zimmerwarmen Getränken zu greifen.

Zum einen kann es, wenn man kalte Getränke oder große Mengen Flüssigkeit auf einmal zu sich nimmt, zu Beschwerden des Magen-Darm-Trakts kommen. Zum anderen bieten warme Getränke im Vergleich einen entscheidenden Vorteil: Beim Trinken warmer Flüssigkeiten erweitern sich im Magen und Darm die Blutgefäße, wodurch sie schneller ins Blut aufgenommen werden und Wasser- und ggf. Elektrolytverluste schneller ausgeglichen werden können.

Lauwarmer Minztee


Ein Getränk, dass die Chance haben sollte, sich zum Social Media Star zu mausern, ist lauwarmer Minztee. Denn ein Trenddrink ist er in Mittelmeeranrainern schon lange.

Der Tee kann heiß überbrüht und dann abgekühlt oder einfach kalt angesetzt werden. Mit drei bis vier Tassen am Tag kann man damit auch seiner Verdauung etwas Gutes tun: Minztee wirkt krampflösend, entblähend und beruhigend auf die Muskulatur des Verdauungstraktes. Er kann Bauchschmerzen und Übelkeit lindern und ungesüßt enthält er keine Kalorien.

Alternativ kann man auch zu kalt angesetzten Getränken greifen, die geschmackliche Abwechslung bieten. Siehe hierzu: Den Flüssigkeitsbedarf decken mit aromatisiertem Wasser – Der-Querschnitt.de


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