Zaragoza gewinnt den Access City Award 2026 für eine führende Rolle bei der Barrierefreiheit

Zaragoza (Spanien) gewann den Access City Award 2026 für seine herausragenden Bemühungen, die Stadt für Menschen mit Behinderungen zugänglich zu machen.

Die Altstadt von Zaragoza mit Gebäuden und Menschenmenge.

Die Stadt verfolgt einen rechtsbasierten Ansatz, der auf der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen basiert. Die Barrierefreiheitsinfrastruktur besteht aus umfassenden kommunalen Barrierefreiheitsregeln, einem klaren strategischen Plan mit Zielen, Zeitplänen und Budget sowie einer starken Verwaltung durch ein eigenes Accessibility Office und ein formelles Accessibility Board.

Zaragoza ist außerdem führend bei der Sicherstellung der vollen Teilhabe von Menschen mit Behinderungen an der Gesellschaft – mit zugänglichem öffentlichen Nahverkehr, öffentlichen Räumen und digitalen Diensten. So verfügt es beispielsweise über ein vollständig barrierefreies Straßenbahnnetz, umfangreiche stufenfreie Fußgängerwege, inklusive Bank- und Einkaufsinitiativen.

Zertifizierte barrierefreie Webseiten und Apps haben maßgeblich dazu beigetragen, Zaragoza für Menschen mit Behinderungen zugänglicher und inklusiver zu machen.

Wohnen ist eine besondere Stärke, mit Initiativen wie dem Flumen-Projekt, das inklusive, barrierefreie Wohnungen bietet, die das unabhängige Leben und soziale Inklusion fördern.

Valencia (Spanien) erhielt den zweiten Preis für seinen stadtweiten, datenbasierten Ansatz zur Barrierefreiheit. Die Stadt erzielte vorbildliche Verkehrs- und Stadtzugänge, berichtete von 96 % städtischer Erreichbarkeit sowie einem vollständig barrierefreien Bus- und Metronetz. Menschen mit Behinderungen werden als Validatoren für Barrierefreiheit eingesetzt, und Organisationen testen Lösungen systematisch vor dem Start.

Diese Stadt erhielt außerdem eine besondere Erwähnung für Barrierefreiheit in der Notfallvorsorge, weil sie Barrierefreiheit in die Notfallplanung integriert hat, indem sie gemeinsam mit Organisationen von Menschen mit Behinderungen, Schulungen für Feuerwehrleute, Polizei und kommunales Personal sowie ein inklusives Notfallalarmsystem entwickelt hat.

Die Stadt Rennes (Frankreich) gewann dank enger Koordination zwischen den kommunalen Dienstleistungen den dritten Preis für bedeutende Fortschritte bei der Barrierefreiheit. Metro und Busse sind vollständig barrierefrei und werden von Tür-zu-Tür-Fahrzeugen und Apps für schrittfreie Fahrt unterstützt.

Die Straßen wurden mit breiteren Gehwegen, sichereren Übergängen, taktilen Streifen, Bänken und barrierefreien Toiletten modernisiert, während kulturelle Einrichtungen wie das Jeu de Paume und die städtische Kunstschule nun über Rampen, Aufzüge, angepasste Toiletten und kontrastreiche Treppennäsen verfügen. 68 % der kommunalen Standorte sind barrierefrei, und eine geplante Barrierefreiheitsagenda wird bis 2027 alle öffentlichen Empfangsgebäude konform machen.

Salzburg (Österreich) erhielt eine besondere Erwähnung für Barrierefreiheit im Wohnungswesen für seinen strukturellen Ansatz zur Verankerung der Barrierefreiheit im Wohnungswesen, einschließlich neuer Sozialwohnungen und Gebäuderenovierungen, unterstützt vom Behindertenbeirat (Disability Advisory Council). Dies wird durch einen kostenlosen Beratungsdienst für barrierefreie Planung und Wohnraum ergänzt, den jeder Bewohner, Verein, Planer, Architekt oder Bauunternehmen nutzen kann. Richtlinien zur Wohnungszuteilung berücksichtigen die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen, wobei der Zugang zu barrierefreien Wohnungen in Notfällen bevorzugt wird.

Piacenza (Italien) erhielt außerdem eine besondere Erwähnung für Informations- und Kommunikationstechnologie für einen inklusiven, technologieorientierten Ansatz zur Barrierefreiheit. Piacenza nutzt Kartierungs- und Datenanalysetechnologie, um mehr als 3.000 Barrierefreiheitsprobleme zu kartieren und gezielte Modernisierungen über Straßen und Gebäude hinweg zu steuern. Ein kommunaler virtueller Assistent und Facilitation Points vereinfachen den Zugang zu Diensten.