Mit langem Halm – Trinkhilfen für Rollstuhlfahrer
Die verschiedenen Trinkhilfen, die Querschnittgelähmten zur Verfügung stehen, werden im Beitrag Hilfsmittel Essen und Trinken erläutert. Ein Angebot für das Trinken im Rollstuhl sind die Produkte der Hersteller Fleximug und Giraffe Bottle.
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Mehr InformationenEin Becher, aus dem man trinken kann, ohne dabei die Hände benutzen zu müssen, kann für verschiedene Leute von großem Vorteil sein. Für Rollstuhlfahrer, z. B., deren Rollstuhl nur dann geradeaus fährt, wenn sie beide Hände an den Antriebsrädern haben oder für Tetraplegiker, bei denen eine stark eingeschränkte Handfunktion gegeben ist. Der potentielle Problemlöser heißt wie das Tier mit dem langen Hals und kommt aus den USA.
Individuell einsetzbar an Bett und Rollstuhl
Die Giraffe Bottle (externer Link) kann mit einer speziell dafür vorgesehenen Halterung an der Rollstuhllehne oder am Bettrand angebracht werden. Das Mundstück des langen, flexibel formbaren Strohhalms ist mit einem Einwegventil ausgestattet und kann dann so positioniert werden, dass der Nutzer lediglich den Kopf wenden muss, um je nach Wunsch und Durstgefühl trinken zu können. Vor allem im Sommer, wenn es sehr heiß ist (siehe: Viel trinken an heißen Sommertagen), ist dieses selbständige Trinken eine große Erleichterung, wenn es darum geht einer eventuellen Dehydrierung vorzubeugen. Siehe auch: Richtig trinken bei Querschnittlähmung.
Edelstahl-Becher, Deckel und Halm sind laut Hersteller spülmaschinengeeignet und werden mit einer Bürste geliefert, die helfen soll, das Innere des Halms zu reinigen.
Die Giraffe Bottle gibt es mit Strohhalmen in verschiedenen Längen von 12 bis 36 Inches (ca. 30,5 bis 91,5 cm); die Halme können separat nachbestellt werden.
Die Halterung am Rollstuhl kann zusätzlich bestellt werden.
Geeignet ist die Flasche laut Hersteller für Menschen, die den Kopf ohne Hilfe zur Seite drehen können und die Kontrolle über Lippen- und Gesichtsmuskeln haben. Das patentierte Ventil macht das Ansaugen einfach und funktioniert auch bei Menschen mit leicht oder mittelstark verringerter Lungenkapazität.
Die Giraffe Bottle samt Halterung ist z. B. hier (externer Link) oder direkt beim Hersteller (externer Link) erhältlich und für den Versand nach Europa qualifiziert.
Fleximug

Ähnlich und auch schon länger auf dem Markt (allerdings in Europa nicht verfügbar) ist der Fleximug (externer Link).
Der Fleximug wurde von Firmenchef David Cardell und seinem Vater entwickelt und wie bei so vielen genialen Gebrauchsgegenständen war es auch hier die Not, die erfinderisch machte. Cardells inzwischen verstorbene Mutter war an Multipler Sklerose erkrankt; das Fortschreiten der Krankheit nahm ihr schließlich die Bewegungsfähigkeit, auch in den oberen Extremitäten, und sie war schließlich nicht mehr in der Lage selbständig nach einem Becher zu greifen und zu trinken.
Aus dem ursprünglichen Prototypen (ein handelsüblicher Becher mit Deckel und Strohhalm) entwickelte die Familie das heute vorliegende Design, mit dem flexibel einstellbaren Halm und Ventil im Mundstück, das Tetraplegikern helfen kann ein Stück Selbständigkeit zu gewinnen.
Hydrant Drinking Aid Cup
Auch ähnlich aber ohne Teleskophalm ist der Hydrant Drinking Aid Cup, der sich sicher an Betten, Stühlen, Rollstühlen, Autositzen, Schreibtischen usw. befestigen lässt.
Diese Wasserflasche wird mit einem ca. 110 cm langen Schlauch mit Mundstück und einem Clip geliefert. Metrische Markierungen an der Außenseite ermöglichen eine Überwachung der Flüssigkeitsaufnahme.
Erhältlich ist der z. B. hier (externer Link).
Interessenten sollten beachten, dass zum Preis jeweils die Importkosten aus dem Ausland hinzukommen.
Der-Querschnitt.de verkauft/vermietet keine Produkte. Wer Interesse an den genannten Produkten hat, wendet sich bitte direkt an den Hersteller.
Dieser Text wurde mit größter Sorgfalt recherchiert und nach bestem Wissen und Gewissen geschrieben. Die genannten Produkte stellen keine Empfehlung der Redaktion dar und wurden, falls nicht anders vermerkt, nicht von der Redaktion getestet. Der Beitrag ersetzt in keinem Fall eine Beratung oder fachliche Prüfung des Einzelfalls durch Fachpersonen. Ob und in welchem Umfang private Krankenkassen die Kosten für Hilfsmittel, Therapien o.ä. übernehmen, ist individuell in der jeweiligen Police geregelt. Allgemeingültige Aussagen können daher nicht getroffen werden.
