Methode der Katheterisierung kann u.U. neurogene Blase beeinflussen

Methode der Katheterisierung kann u.U. neurogene Blase beeinflussen

Dauerkatheder oder intermittierende Katheterisierung (IK)? Hat diese Entscheidung auch Auswirkungen auf die Regeneration der Blasenfunktion? Mit diesen Fragen setzte sich ein Forscherteam aus Baltimore auseinander. Ergebnis: Wer in der Klinik an den IK herangeführt wurde, besaß eine signifikant höhere Wahrscheinlichkeit, innerhalb eines Jahres die Blasenkontrolle wiederzuerlangen, als jemand, der mit Dauerkatheter aus der Klinik entlassen wurde.

Detrusor-Sphinkter-Dyssynergie: Reflexentleerung als Therapieoption

Detrusor-Sphinkter-Dyssynergie: Reflexentleerung als Therapieoption

Menschen mit einer hohen Querschnittlähmung (oberhalb T10) oder Tetraplegie entwickeln meist eine bestimmte Blasenfunktionsstörung: die Detrusor-Sphinkter-Dyssynergie. Der Blasenmuskel (Detrusor) zieht sich unkontrolliert zusammen, während der Schließmuskel (Sphinkter) sich nicht richtig öffnet. Ist Katheterisieren nicht möglich, kann man die Blase unter anderem mit einer Reflexentleerung entleeren. In den meisten Fällen muss dazu entweder der Schließmuskel (Sphinkterotomie) eingeschnitten oder ein Harnröhren-Stent gesetzt werden. Ein Vergleich.

Verantwortung gegenüber der Querschnittlähmung und gegenüber der Assistenz

Verantwortung gegenüber der Querschnittlähmung und gegenüber der Assistenz

„Man hat ja eine gewisse Verantwortung – gegenüber der Querschnittlähmung und dem eigenen Körper, aber auch gegenüber seiner Assistenz“. Mit diesem einen Satz fasst Vincent Kast zusammen, was ein Leben mit Tetraplegie eben auch ist: Ein durchgeplantes, ein getaktetes Leben. Dieses Hangeln zwischen Selbstfürsorge, Verpflichtungen und Plänen kennt auch Tetraplegikerin Jana Sohm sehr gut.

Neuroarthropathie: Unmerkliche Abnutzung von Wirbelsäule und Gelenken

Neuroarthropathie: Unmerkliche Abnutzung von Wirbelsäule und Gelenken

Menschen mit Querschnittlähmung können im Laufe der Jahre eine Neuroarthropathie entwickeln. Eine heimtückische Erkrankung, die sich unmerklich in die Gelenke und die Wirbelsäule einschleicht und Deformationen und Instabilität zur Folge haben kann. Entstehungsursache sind eine gestörte Schmerzwahrnehmung und daraus resultierende mangelnde Haltungsregulierung.

Oberschenkel-Labienspreizer: Neues Hilfsmittel soll Frauen Katheterisieren erleichtern

Oberschenkel-Labienspreizer: Neues Hilfsmittel soll Frauen Katheterisieren erleichtern

Querschnittgelähmte Frauen müssen meist katheterisieren – entweder selbst oder mit fremder Hilfe. Anders als bei Männern ist die Harnröhre bei Frauen im Körper verborgen. Das erschwert die selbstständige Katheterisierung. Das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA arbeitet derzeit an einem Oberschenkel-Labienspreizer, der querschnittgelähmten Frauen das Katheterisieren erleichtern soll. Probandinnen sind willkommen.

Treppen? Toiletten? Tische? Die innere Checkliste von Menschen mit Querschnittlähmung, die spontan ausgehen wollen

Treppen? Toiletten? Tische? Die innere Checkliste von Menschen mit Querschnittlähmung, die spontan ausgehen wollen

„Wollen wir in das neue Café gehen? Das sieht so cool aus!“. Hmmm. Welchen Dominoeffekt im Kopf so eine nett gemeinte Einladung bei Menschen, die im Rollstuhl unterwegs sind, auslöst, darüber erzählt die Bloggerin Svenja Gluth in einem Video. „Diese Freude mit angezogener Handbremse, die kennen wir zu gut!“, sagen Jana Sohm und Vincent Kast. Beide vermissen manchmal die Spontanität in ihrem Leben. Denn wegen ihrer Tetraplegie müssen sie erst planen und abchecken – und erst danach können sie sich auf die Verabredung freuen. Oder auch nicht.

Vitamin-D-Mangel bei Querschnittlähmung

Vitamin-D-Mangel bei Querschnittlähmung

Vitamin D spielt eine wichtige Rolle im Calcium- und Phosphatstoffwechsel und sorgt so für starke Knochen und kräftige Muskeln. Aber Menschen mit Querschnittlähmung leiden überdurchschnittlich oft an Vitamin-D-Mangel. Bei bis zu 93 Prozent ist der Vitamin-D-Spiegel zu niedrig. Zum Vergleich: Bei Menschen ohne Querschnittlähmung liegt der Wert bei etwa 30 Prozent, manche Quellen sprechen von 40 Prozent.